Das IAKF ist neu auch auf Mastodon vertreten.
Mastodon ist die Alternative zu Twitter.
Folge uns unter @iakf@vereine.social auf https://vereine.social/@iakf
Das IAKF ist neu auch auf Mastodon vertreten.
Mastodon ist die Alternative zu Twitter.
Folge uns unter @iakf@vereine.social auf https://vereine.social/@iakf
Endlich, nach zwei Jahren, trafen sich im Rahmen des Altkatholikenkongresses in Bonn verschiedene interessierte Laien wieder zum Altkatholischen Forum.

Wir freuten uns auf das Treffen, konnten wir uns in der letzten Zeit doch nur digital, quasi im luftleeren Raum, austauschen. Diese gemeinsamen Gespräche werden vor allem von Altkatholiken und Altkatholikinnen geschätzt, die in der Diaspora leben und den persönlichen Kontakt zu anderen Altkatholiken im Alltag vermissen. Gerade für sie ist der Austausch auch über Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus wertvoll. So nahmen 17 Personen aus den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz am Treffen teil, um miteinander Fragen unseres Glaubens zu beraten, zu feiern, nachzudenken und nach Antworten zu suchen. Dies war nicht immer nur einfach; ein erstes Problem bildete nur schon die sprachliche Verständigung, weil nicht alle Teilnehmenden genügend deutsch verstanden.
Beim gemeinsamen Feiern der Gottesdienste traten solche Schwierigkeiten jedoch in den Hintergrund. Die Kirche St. Cyprian in Bonn und ihre Katakomben bildeten den idealen Ort, um neben den Beratungen auch die Gegenwart Gottes spüren und feiern zu können.
Thematisch befassten wir uns mit Fragen der altkatholischen Ethik. Gibt es eine solche, und wo ist sie in unserem Denken und Erfahren wahrnehmbar? Eine ganze Wand voller Input-Zettel wollte nach Kategorien sortiert werden und gab Stoff für Gespräche zu immer neuen Aspekten. Dazu kam das Impulsreferat von Theresa Hüther, Mitarbeiterin am altkatholischen Seminar in Bonn, welches uns etwa die Schwierigkeit aufzeigte, eine altkatholische Ethik von anderen Ausprägungen von Ethik abzugrenzen.
Auf einer ausgedehnten Exkursion in den alten Friedhof von Bonn begegneten wir den Gräbern von Persönlichkeiten, die früher unsere Kirche mitgeprägt und durch ihr Wirken quasi den Grundstein für eine romunabhängige katholische Ethik gelegt haben, welche sich bis heute auf unsere Kirche auswirkt. Sie sind Vorbilder dafür, in der heutigen Zeit im Einklang mit dem eigenen Gewissen zu handeln und die Gesellschaft – auch gegen Widerstände – zu formen.
Unsere Diskussionen zur Ethik mit dem Wirken dieser Menschen zu verbinden und solches dann für unser Leben fruchtbar werden zu lassen: Dies war vielleicht die grosse Herausforderung unseres Forums. Als Fazit lässt sich etwa der Wahlspruch des ersten deutschen altkatholischen Bischofs zitieren: Alles, was nicht aus Überzeugung und im Glauben getan wird, ist Sünde. Mein persönliches Anliegen ist es, die Verantwortlichen in unseren Kirchen zu bitten, ihr Augenmerk auf Angebote zur Bildung ihrer Gemeindeglieder zu richten, vielleicht vor allem der Herzensbildung. Denn es ist nicht damit getan, das Werk Gottes zu verwalten, es will auch erhalten und erneuert werden.
Am Schluss gilt es, den Organisatoren des Altkatholischen Forums, Stefan Wedra und Christoph Janser, für ihren grossen Einsatz herzlich zu danken, ebenso allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die das Forum so fruchtbar machten.
Othmar Imhof

Ein spannendes Forum fand vom 29.8. bis 31.8.2022 in Bonn statt. Anschliessend besuchten einige Forumsteilnehmer:innen den Internationalen Altkatholischen Kongress, der ebenfalls in Bonn stattfand.

Thema des Forums war „Altkatholische Ethik“. Die Teilnehmenden befassten sich damit zuerst in eigenen Erfahrungen/Einschätzungen. Am zweiten Tag wurde das Thema mit Theresa Hüther (Mitarbeiterin des Altkatholischen Seminars in Bonn) lebhaft diskutiert. Am dritten Tag flossen diese Inputs in die am ersten Tag erstellten Themenbereich und wurden in Gruppen analysiert und aufgeschlüsselt (ergänzender Bericht dazu folgt).
Aufgelockert wurde das Forum mit Besichtigungen der Stadt Bonn und des Besuchs des Alten Friedhofs. Hier „stellte“ Theresa Hüther den Teilnehmenden die altkatholischen Persönlichkeiten nochmals vor.
Von den Teilnehmenden wurde der Austausch, die Geselligkeit und das Wiedersehen sehr geschätzt. Nach langer Pause die Forums-Familie wieder treffen zu können, tat allen Teilnehmenden sehr gut.
Kongress
Die meisten Teilnehmenden besuchten anschliessend den Altkatholischen Kongress, der auch in Bonn stattfand. Leitthema war „Fürs Leben“. Mit spannenden und abwechslungsreichen Vorträgen und in Arbeitsgruppen wurde das Thema bearbeitet. Wie auch am Forum wurde der Austauch und das Zusammenkommen nach langer Zeit wieder sehr geschätzt. Die Rheinschifffahrt mit Abendessen, Darbietungen und Tanz schloss den Kongress ab.
Eine ereignisreiche Woche mit vielen Eindrücken endete am Sonntag.
Mittwoch, 15.06.2022 um 19:30 Uhr
Informationen zur Teilnahme am eForum finden sich hier.
Ideen- und Gedankensammlung in Hinblick auf unser gemeinsames Forum 2022 in Bonn zum Leitthema: „Für`s Leben – was uns handeln lässt“

Wir werden uns an diesem Abend vorbereitend zum Forum in Bonn austauschen.
Was…
Viele Fragen für einen Abend im Gedankenaustausch, einen Abend im Miteinander und Glaubensgespräch.
Herzliche Einladung und ein herzliches Willkommen!
Markus Lund
Informationen zur Teilnahme am eForum finden sich hier.
Impulstext zum E-Forum am Mittwoch, 11.05.2022 um 19:30 Uhr
Wunder sind eigentlich Ereignisse, die nach den Regeln unserer Welt gar nicht geschehen können.
Die Bibel erzählt uns von einigen derartigen Ereignissen. Gerade in der Osternacht erfuhren wir wiedermal in der Lesung aus dem Buch Exodus vom Wunder, dass die Israeliten trockenen Fußes den Meeresboden überquerten, weil das Meer sich teilte und ihnen somit die Flucht vor den Verfolgern, dem Pharao und dem ägyptischen Herr gelang. Auch das neue Testament besagt, dass Jesus etliche Wunder vollbrachte und in der Apostelgeschichte ist es Paulus selbst, der Wunder bewirkt…
Aber auch heute geschehen natürlich immer noch unerwartete Dinge, wenn man an die Grotte in Lourdes denkt und an viele andere Orte…

Damit ein Vorgang als Wunder bezeichnet wird, ist es nicht alleine entscheidend, ob ein Ereignis außerordentlich oder ungewöhnlich ist oder ob Naturgesetze durchbrochen werden, sondern dass der gewöhnliche Ablauf (den man erwartet/kennt) durchbrochen oder /und unterbrochen wird und/oder einen völlig anderen Verlauf nimmt, der unerklärlich, der eine überraschende Wendung darstellt.
Wie sagt man noch zu Wundern?
Erleben wir solche „Wunder“ heute noch und dies im Zusammenhang mit unserem Glauben?
Ich möchte mit Ihnen am Mittwoch ein ganz persönliche Geschichte teilen, die ich kürzlich selbst erlebt habe und die ich, wie ein – zumindest kleines – Wunder in unserer heutigen Welt erlebt habe. Intensive Fürbitten und Gedanken an eine Person, die sich in einer schwierigen Situation befand und die Suche nach einer Lösungen, nach Hilfe, hatten mich dazu bewegt, im persönlichen Gebet um einen Weg, um eine Lösung für die Betroffene zu bitten… Und plötzlich trat eine sehr überraschende Wendung ein, die so nicht absehbar, nicht zu erwarten gewesen war. Lassen Sie sich überraschen und uns gemeinsam über das Geschehen und das Thema „Wunder“ sprechen und austauschen…
Willkommen zum E-Forum am Mittwoch, den 11.05.2022 um 19:30 Uhr – ich freue mich auf Euch/auf Sie!
Markus Lund, im April 2022
Von Aschermittwoch bis Ostern
(ich schenk mir die …oder ein Geschenk?)
Informationen zur Teilnahme am eForum finden sich hier.
In vielen Kirchen wird am 1.Fastensonntag gebetet:
„Jesus Christus, Du rufst uns zur Umkehr und Änderung unseres Lebens;
Du schenkst uns die heiligen vierzig Tage, um unser Leben erneut vom Licht Gottes zu erleuchten.“

Aus den Evangelien wird dazu regelmäßig und oft die Überlieferung vorgetragen, dass auch Jesus selbst für 40 Tage in die Wüste ging, um sich durch Gebet und Fasten auf seine Sendung vorzubereiten.
Wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, dass die Zahl „Vierzig“ häufiger in der heiligen Schrift vorkommt und die Zahl 40 eine besondere Symbolkraft zu haben scheint.
Nach der biblischen Überlieferung ergoss sich der Regen der Sintflut 40 Tage und 40 Nächte auf die Erde. Danach wartete Noah, nachdem die ersten Berge wieder sichtbar wurden, weitere 40 Tage.
Das Volk Israel wanderte nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durch die Wüste und durchlief damit eine Zeit der Läuterung. Moses war Gott auf dem Berg Sinai laut der Schrift genau 40 Tage lang nahe. Die Stadt Ninive hatte 40 Tage, um ihre Sünden zu bereuen. Und wie bereits erwähnt, ging Jesus 40 Tage in die Wüste.
Ja, und es geht weiter: Vierzig Tage nach Christi Geburt gingen Josef und Maria mit ihm, wie es damals vorgeschrieben war, zum Tempel, wo Jesus von Hanna und Simeon als der Erlöser erkannt wurde. Und weiter geht es: Zwischen der Auferstehung Jesu und seiner Himmelfahrt lagen laut Apostelgeschichte ebenfalls 40 Tage. In diesen 40 Tagen lehrte der auferstandene Christus seine Jünger über das Reich Gottes und wurde dann in den Himmel auf den Platz „zur Rechten Gottes“ erhoben (Christi Himmelfahrt).
In der katholischen Tradition fasten die Christen 40 Tage hindurch. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet an Ostern. Da die Fastensonntage vom Fasten ausgenommen sind und nicht mitgerechnet werden, kommt man auf 40 Tage. Die Dauer von „vierzig Tagen“ ist symbolisch zu verstehen und ahmt das vierzigtägige Fasten Jesu nach. Auch die adventliche Fastenzeit umfasste ursprünglich 40 Tage und begann nach dem 11. November, nach dem Martinstag.
Für einige Theologen steht die Zahl 40 damit für eine Zeit, der zu Buße und Besinnung, die eine Wende und einen Neubeginn ermöglicht. Diese 40 wird gebildet aus dem Produkt von 4 und 10. Die 4 steht üblicherweise dabei für das Weltumspannende, Irdische und Vergängliche. Sie symbolisiert die vier Himmelsrichtungen, die vier Elemente (Feuer, Erde, Wasser, Luft) und die vier Lebensphasen (Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Alter). Die 10 steht für das Vollendete, das Ganze. Sie ist die Summe der ersten vier Ziffern 1 + 2 + 3 + 4 und gilt als Symbol des ganzheitlichen Anspruchs. Und findet sich nicht zuletzt in den Zehn Geboten wieder.
Wie halten wir es selbst mit diesen heiligen vierzig Tagen…mit der Fastenzeit? Hat diese für mich selbst noch Bedeutung und suche ich nach einer Änderung in meinem Leben, meinem bisherigen Verhalten? Hat dieser Zweitraum zwischen Aschermittwoch und Ostern noch einen Einfluß auf meinen Glauben, was bedeutet mir Buße und Besinnung?
Hierzu drei Zitate, die Albert Schweitzer zugeschrieben werden:
Herzliche Einladung zum nächsten E-Forum am Freitag, 18.03.2022 um 19:30 Uhr.
Das nächste E-Forum ist am Freitagabend, 25.02.22, ab 19:30 Uhr zum Thema: „Als Christ Narr sein“.
Die Teilnahmemöglichkeiten zum eForum finden sich hier.

Herzlich willkommen am 21.01.2022 im E-Forum. Wir freuen uns auf Ihre/ Eure Teilnahme !
Es wartet der Narr Stefan Wedra auf dich/Sie! 😉
Da singen 10.000 Menschen auf der Kölner Domplatte die Grundbotschaft der Christen:
Es gibt ein Leben nach dem Tod.
Das schafft kein Pfarrer, kein Kardinal. Das schafft in Köln der Karneval.
https://www.youtube.com/watch?v=KPb920oepRw
Der Kölner Dekan Wolfgang Kestermann war überzeugter Karnevalist. Als am 15. November 1994 der neue deutsche Bischof gewählt sollte, hat auch er kandidiert. Er ist aber nicht zur Wahl erschienen, denn seine Kölner Narrengilde hatte an dem Tag Sitzung und er war der Sitzungspräsident. Er hat sich bewusst für die Narrenkappe und gegen die Bischofsmütze entschieden.
In der Tageszeitung ‚Welt am Sonntag‘ hat er folgende Interview zum Karneval gegeben:
„Herr Pfarrer, morgen, am 11.11., beginnt der Karneval. Sie sind Pfarrer der altkatholischen Gemeinde in Köln und Dechant der Altkatholiken von Nordrhein-Westfalen, zudem seit 1994 Präsident der Karnevalsgesellschaft „Kölsche Narren Gilde“. Wie passt das zusammen? Wird Ihnen manchmal nicht schlecht, als Mann Gottes mitten im karnevalistischen Sündenpfuhl?
Wolfgang Kestermann: Wieso Sündenpfuhl?
WamS: Na ja, Volltrunkene auf den Straßen, Männer, die jedem Rock hinterherlaufen…
Kestermann: Ich glaube, Sie verwechseln Karneval mit dem Ballermann. Natürlich ist Volltrunkenheit übel, dabei geht ja jeder Genuss verloren. Gegen einen gepflegten Rausch ist aber nichts einzuwenden. Außerdem wird doch nicht aus jedem Bützchen ein wildes Geknutsche. Jedenfalls nicht bei Sitzungen. Aber das sind lässliche Sünden. Andere Sachen finde ich viel schlimmer.
WamS: Zum Beispiel?
Kestermann: Diesen Kleinkrieg um Kamelle bei den Rosenmontagszügen. Wenn gierige alte Tanten kleinen Kindern auf die Finger treten, um noch mehr Bonbons in die Tüte zu raffen – fürchterlich!
WamS: Gibt es denn für den Pfarrer eine Grenze beim Feiern?
Kestermann: Als letztes Jahr bei einer Karnevalssitzung 50 Samba-Tänzerinnen über die Tische wackelten, die schon sehr sehr nackt waren, bin ich mal rausgegangen an die Theke. Allerdings nur, weil sämtliche Anwesende ausschließlich mich anstarrten, um zu sehen, ob der Pfarrer auch eine rote Birne kriegt.
WamS: Trotzdem halten Sie Karneval aus christlicher Sicht für tolerabel?
Kestermann: Für tolerabel? Nein, das ist mir zu wenig. Echter Karneval ist urchristlich.
WamS: Und worin besteht die Jecken-Spiritualität?
Kestermann: Fastelovend zerstört für ein paar Tage alle Zwänge, Rollen und Ordnungen, denen man sich sonst beugen muss. Ein Bankdirektor, der als sabbelndes Baby verkleidet Rucki-Zucki-Nonsens singt, erlebt echte Freiheit, weil er jede vernünftige Ordnung, jeden Sinn und Zweck hinter sich lässt. Jecke sind einfach ganz sie selbst. Und genau so, wie ich wirklich bin, liebt auch Gott mich. Das ist die frohe Karnevalsbotschaft. Außerdem wurde schon Jesus als Fresser und Säufer bezeichnet. Karnevalisten befinden sich also in bester Gesellschaft.
WamS: Muss man dazu die Pappnase aufsetzen?
Kestermann: Verachten Sie mir die Pappnase nicht. Wer die trägt, nimmt sich selbst nicht so furchtbar ernst, der kann über sich lachen. Man könnte auch sagen: Der ist demütig. Und Demut ist eine hohe christliche Tugend.
WamS: Wo ist der christlich-karnevalistische Geist denn noch zu finden?
Kestermann: Im Straßenkarneval leider immer weniger. Da verstehen sich die Leute offenkundig als Vierbeiner. Aber in den Gesellschaften, Gilden und Sitzungen gibt es noch Komment.
WamS: Also doch noch ein bisschen Ordnung?
Kestermann: Ja, aber nur soviel, dass die Jecken auf Sitzungen noch wissen, dass der Mensch ein Zweibeiner ist und sich in der Regel entsprechend fortbewegen sollte.
WamS: Können sich Normalverdiener eine Karnevalssitzung denn noch leisten?
Kestermann: Das ist ein Problem. Die Stars stellen immer höhere Honorarforderungen. Für 20-Minuten-Auftritte verlangen manche Bands um die 2000 Euro. Eine Sitzung kostet oft bis zu 30.000 Euro – und die Eintrittspreise steigen natürlich. In unserer Gilde versuchen wir den Eintritt aber erschwinglich zu halten.
WamS: Was machen Sie am 11.11. um 11.11. Uhr?
Kestermann (lacht): Jedenfalls blau. Vormittags geht es am Alter Markt in Köln los, aber wie, wann und wo das endet, weiß ich vorher nie so genau.
WamS: Und dann wird durchgefeiert bis Aschermittwoch?
Kestermann: Schön wär’s. Nein, am 11.11. gibt es nur einen kurzen Vorgeschmack. Die heiße Phase beginnt erst am 6. Januar. Und dazwischen liegt noch eine beruflich heiße Phase: Advent und Weihnachten.“
Auch im Jahr 2022 setzen wir vom Verein des Internationalen Altkatholischen Forums die Reihe der Online- E-Foren fort. Das nächste E-Forum ist am Freitagabend, 21.01.22, ab 19:30 Uhr zum Thema: „BETEN“.
Die Teilnahmemöglichkeiten via Telefon zu diesem eForum finden sich hier.

Dankenswerterweise hat uns Pfarrer Daniel Saam eine Impulspredigt von ihm in Textform zur Verfügung gestellt, die wir für diesen Abend als Impulstext und Grundlage unseres Online-Treffens heranziehen. Wir freuen uns, wenn Sie diesen Text zuvor lesen und, sofern Sie dazu Gedanken oder eine eigene Sichtweise haben, diese in ein paar Sätzen (Bitte nicht mehr als maximal ein Viertel einer Seite) notiert zum E-Forum mitbringen.
In der ersten Runde des Austausches zum Thema, sind Sie eingeladen, Ihre Gedanken/Ihre Notizen dann vorzulesen und mit uns zu teilen. Wir wollen uns danach dazu austauschen, ohne bewertend oder negativ mit den Beiträgen der Teilnehmer*innen umzugehen.
Ein jeder darf und soll sich einbringen können und Fragen, eigene Erfahrungen und Erlebnisse, sowie Gedanken sind ausdrücklich erwünscht, weil wir gerne einen lebendigen und bereichernden Abend mit Ihnen/mit Euch erleben wollen.
Herzlich willkommen am 21.01.2022 im E-Forum. Wir freuen uns auf Ihre/ Eure Teilnahme !
Es grüßt herzlichst
Markus Lund
Das eForum findet statt am Freitag, 19.11.2021 von 19:30 bis ca. 21:00 Uhr.
Die Teilnahmemöglichkeiten via Telefon zu diesem eForum finden sich hier.

Advent (lat. adventus) heißt Ankunft.
Dieses lateinische Wort ist gleichbedeutend mit dem griechischen Wort epiphaneia, von dem die Epiphaniaszeit ihren Namen hat.
Adventus „bedeutete im Römischen Reich Ankunft, Anwesenheit, Besuch eines Amtsträgers, insbesondere die Ankunft von Königen oder Kaisern … Es konnte aber auch die Ankunft der Gottheit im Tempel ausdrücken.“ (wikipedia „Advent“)
Für uns Christen hat die Adventszeit eine dreifache Bedeutung, die sich auf diese römischen Vorstellungen bezieht. Wie damals der Kaiser, so kommt Jesus Christus. Der Sohn Gottes kommt! Dies gilt in dreifacher Beziehung:
Die Zeit des Advents gehört zum sogenannten Weihnachtsfestkreis, der sich um den 25.12., dem Christfest, gebildet hat. Weihnachten ist nicht am 24.12.! Der Heilige Abend ist der Vorabend zur eigentlichen Christnacht, in der wir uns an die Geburt Jesu erinnern.
Die Mitte dieses Abschnitts im Kirchenjahr ist die eigentliche Weihnachtszeit. Die Adventszeit liegt davor und die Wochen nach Weihnachten werden Epiphaniaszeit genannt. Alles zusammen bildet den Weihnachtsfestkreis
Die Adventszeit ist eine Bußzeit
Die Adventszeit ist eigentlich eine auf das Weihnachtsfest vorbereitende Bußzeit. Sie dient also vor allem dazu, dass wir Christen uns innerlich darauf vorbereiten, Weihnachten angemessen zu feiern. Dazu gehört auch, sich Gedanken über die Bedeutung zu machen.
Früher durfte in der Adventszeit nicht getanzt oder große Feste gefeiert werden. Vergleichbar mit der Fastenzeit (Passionszeit) vor Ostern wurde auch in der Zeit vor Weihnachten gefastet.
Diese „Vorschriften“ wurden aber nie so streng eingehalten wie vor Ostern und verschwanden später fast ganz aus dem Bewusstsein der Christen. Wahrscheinlich überwog einfach die Vorfreude auf das Weihnachtsfest.
Um diese Zeit zu begehen haben sich vielfältige Bräuche entwickelt.
Zwei Beispiele sollen hier genannt werden:
Adventsstern
Die drei Weisen aus dem Morgenland (die „Heiligen drei Könige“) wurden von einem Stern zur der Krippe geführt (Matthäus 2, 1-12). Daran erinnern uns die Adventssterne.
Sie werden oft auch Weihnachtssterne genannt der Name Adventsstern scheint aber passender, da der Stern ja den Weg zur Krippe zeigt. Dieser Gedanke gehört eng zum Warten auf Weihnachten, auf die Ankunft Jesu. So kann der Adventsstern uns symbolisch zum Kind in der Krippe führen, wie damals die drei Weisen. Es gibt viele verschiedene Arten von Adventssternen, die auch gerne gebastelt werden. Die bekannteste Art ist sicher der „Herrnhuter Stern“.
Spekulatius
Spekulatius ist ein Gebäck, das typisch zur Advents- und Weihnachtszeit gehört. In manchen Ländern wird Spekulatius ganzjährig gegessen. Häufig wird durch das Backen auf einer Form die Nikolaus-geschichte auf dem Gebäck dargestellt.
Der Name Spekulatius geht möglicherweise auf die lateinische Bezeichnung für Bischof „speculator“ zurück. Es wäre dann ein „Kurzname“ für Bischof Nikolaus. Ganz allgemein gehört das „Plätzchenbacken“ für viele in die Adventszeit.
Ans Ende dieser „kleinen Adventsvorfeier“ möchte ich einen Irischen Weihnachtsegen stellen:
Irischer Weihnachtssegen
Gott schenke dir die nötige Ruhe, damit du dich auf Weihnachten und die frohe Botschaft einlassen kannst.
Gott nehme dir Sorgen und Angst und schenke dir neue Hoffnung.
Gott bereite dir den Raum, den du brauchst und an dem du so sein kannst, wie du bist.
Gott schenke dir die Fähigkeit zum Staunen über das Wunder der Geburt im Stall von Bethlehem.
Gott mache heil, was du zerbrochen hast und führe dich zur Versöhnung.
Gott gebe dir Entschlossenheit, Phantasie und Mut, damit du auch anderen Weihnachten bereiten kannst.
Gott bleibe bei dir mit dem Licht der Heiligen Nacht, wenn dunkle Tage kommen.
Gott segne dich und schenke dir seinen Frieden.
Zusammengestellt von Peter Baumgärtner, November 2021
Das eForum findet statt am Freitag, 22.10.2021 von 19:30 bis ca. 21:00 Uhr.
Die Teilnahmemöglichkeiten via Telefon zu diesem eForum finden sich hier.
Nach theologischer Auffassung besteht die Praxis des Glaubens aus drei Vollzügen, die zusammen die Grundlage von Kirche bilden und in die Bezeugung und Verkündigung des Glaubens (griech. Martyria), die Feier des Gottesdienstes (griech. Leiturgia) und die Sorge/Seelsorge um Mitmenschen, Kranke und Arme (griech. Diakonia) unterschieden werden.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich dabei die obige, gewichtete Reihenfolge der Aufgaben von Kirche herausgebildet, als man sich von der Struktur und Organisation der Urgemeinden immer mehr hin zu einer Amtskirche entwickelte.
Doch wie sieht es heute in unserer Kirche, in unserer Gemeinde und vor allem bei uns selbst – als Christ – mit der Bezeugung des Glaubens und der Weitergabe des Glaubens, der Botschaft Jesu aus? Wie gehe ich mit der Botschaft des Evangeliums um und wie stehe ich zur Verkündigung und Weitergabe dieser in meinem Umfeld?
Und zur Feier des Gottesdienstes:
Nach der Überlieferung in der Schrift wurde Jesus einst von jüdischen Schriftgelehrten gefragt, welches Gebot das erste von allen sei. Jesus soll als frommer Jude einst geantwortet haben: „Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr…“ und soll dann hinzugefügt haben: „und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst…“
Wie gehe ich aber selbst heute mit dieser Botschaft, diesem Glaubenssatz und Auftrag Jesu um?
Viele Fragen für ein spannendes eForum am Freitag, 22.10.2021 von 19:30 Uhr – ca. 21:00 Uhr
Herzlich Willkommen zum Dabei-sein, Mithören und Mitdiskutieren der obigen Fragen im lockerem Austausch im Miteinander. Ich freue mich auf Sie/auf Euch!
Zusammengestellt von Markus Lund , Oktober 2021