Einladung zur Teilnahme am Internationalen Alt-Katholischen Forum in Rheinfelden 2026
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freundinnen und Freunde der alt-katholischen Gemeinschaft Wir freuen uns sehr, dich herzlich zum Internationalen Alt-Katholischen Forum und Kongress 2026 nach Rheinfelden einzuladen.
Direkt im Vorfeld des Internationalen Alt-Katholischen Kongresses findet in diesem Jahr auch wieder das Forum statt, das thematisch das Kongress-Motto „Menschen bewegen – Gemeinschaft stärken“ aufgreift.
Das Forum wird vom 22. bis 24. September 2026 veranstaltet – der 22. September ist als Anreisetag vorgesehen.
Inhaltlich steht das Forum unter dem Thema: „Unvereinbar – Christlicher Glaube und Rechtsextremismus“
Gemeinsam wollen wir uns mit den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen, in denen rechtsextreme Ideologien zunehmend Einfluss auf Politik und gesellschaftliches Handeln nehmen. Als Christinnen und Christen möchten wir uns diesen Herausforderungen stellen und Wege finden, unseren Glauben und unsere Werte in dieser Zeit glaubhaft und mutig zu leben.
Wir freuen uns sehr, dass Dr. Franz Segbers, Theologe und Sozialethiker, unser Gast sein wird. Sein Vortrag wird den inhaltlichen Auftakt bilden und Grundlage sein für weiterführende Diskussionen und einen gemeinsamen Workshop. Dabei soll deutlich werden, wie wir als Teil der christlichen Gemeinschaft gestärkt und hoffnungsvoll diesen gesellschaftlichen Veränderungen begegnen können.
Im unmittelbaren Anschluss an das Forum besteht für alle Teilnehmenden die Möglichkeit, vom 25.bis 27. September 2026 am Internationalen Alt-Katholischen Kongress im schweizerischen Rheinfelden teilzunehmen – ohne den Hotelwechsel planen zu müssen.
Der Verein Internationales Alt-Katholisches Forum bietet für die gesamte Dauer (22.–27. 09. 2026) ein Pauschalangebot an, das Übernachtung und Verpflegungsleistungen umfasst.
Die Anmeldemöglichkeit folgt in wenigen Tagen hier auf der Webseite!
Wir laden dich herzlich ein, Teil dieses inspirierenden Austauschs zu sein – zum gemeinsamen Nachdenken, Diskutieren und zur Stärkung unserer Gemeinschaft.
Jedes Jahr treffen sich im Spätsommer Leute aus verschiedenen Altkatholischen Gemeinden aus europäischen Ländern zum Austausch über „seelsorgerische“, strukturelle und spirituelle Themen. Ursprünglich hatte dieses Forum den Namen Laienforum, weil es nicht von Geistlichen initiiert und geleitet wurde – das ist immer noch so.
Dieses Jahr organisierte die tschechische Ländervertreterin das Treffen in Písek/Südböhmen. 23 Frauen und Männer aus Deutschland, Schweiz, Österreich, Südtirol, Niederlande und Tschechien trafen sich in Zvíkovské Podhradí (Karlsdorf) in einem kleinen Hotel „mitten im Wald“.
Das war auch gut so, denn die internationale Vorbereitungsgruppe hatte das nicht einfache Thema „Dreifaltigkeit“ angeboten. Dazu mehr im zweiten Teil des Artikels. Es war ein Arbeitstreffen mit Workshopeinheiten nach der Methode des Weltcafés, dabei kamen alle zu Wort. Der Film „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ wurde gemeinsam angeschaut und bot viel Gesprächsstoff in den Gruppen.
Es gab auch dieses Jahr wieder ein Rahmenprogramm mit der Stadtbesichtigung des mittelalterlichen Písek, einer Wanderung zur Burg Zvíkov (deutsch Burg Klingenberg) und es blieb auch noch genügend Zeit für frei gewählte Spaziergänge.
Pisek – Foto Uwe Reichert
Das Forum wird sehr geschätzt, darum kommen auch viele Teilnehmer*innen jedes Jahr. Der Samstagvormittag wurde für Vereinsregularien des Vereins Internationales Altkatholisches Laienforum (VIAKL) verwendet, es wurden aber die Perspektiven für das Forum im nächsten Jahr diskutiert (Ort und Thema).
Ein Höhepunkt war auch dieses Jahr der Sonntagsgottesdienst mit der altkatholischen Gemeinde in Písek in einer kleinen Kirche, die zu einem Friedhof gehört. Die allermeisten jüngeren Gemeindemitglieder singen im Chor. Anschließend wurden wir zu einem Picknick (mit tschechischen Spezialitäten) eingeladen. Dieser besondere Kirchkaffee wurde von allen gerne angenommen und es wurden anregende Gespräche geführt.
Apero mit der Gemeinde nach dem Gottesdienst (Foto Margit Still)
Ist Gott für Dich einer oder drei?
Mit dieser spannenden Frage setzten wir uns persönlich und in Arbeitsgruppen auf dem diesjährigen Internationalen Altkatholischen Forum auseinander. Hintergrund ist die Tatsache, dass nun 1700 Jahre seit dem Konzil von Nicäa vergangen sind, auf dem der Glauben an den Dreieinigen Gott in drei Wesenseinheiten festgelegt wurde.
Die Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit oder Trinität ist in der christlichen Theologie die Wesenseinheit Gottes in drei Personen. Diese werden „Vater“, „Sohn“ und „Heiliger Geist“ genannt. Durch die Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes gehören Gläubige der christlichen Gemeinschaft an. Das Bild des Dreieinigen Gottes ist ein Grundbestandteil des christlichen Glaubens und das Fest Trinitatis, das eine Woche nach Pfingsten gefeiert wird und die Sonntage danach bis zum 1. Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, nehmen darauf Bezug (Sonntag nach Trinitatis).
Was bedeutet für mich Trinität? (Foto Margit Still)
Die einhellige Meinung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Forums war, dass die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes nicht unbedingt für das persönliche Gebet zu Gott notwendig ist, aber der Glaube, dass sich Gott in verschiedenen Gesichtern uns zuwendet. Aus unterschiedlichen Bildern des Dreifaltigen Gottes konnten wir unsere persönlichen Bilder auswählen und den anderem im Plenum vorstellen.
Der Vater als das unendliche Gesicht Gottes jenseits von uns, das in uns ruht, zu dem wir in Beziehung treten und über das wir nachsinnen.
Der Sohn als das vertraute Gesicht Gottes neben uns, das in uns ruht, zu dem wir in Beziehung treten und über das wir nachsinnen.
Der Heilige Geist als das inwendige Gesicht Gottes in uns, das in uns ruht, zu dem wir in Beziehung treten und über das wir nachsinnen.
In diesem Modell eines integralen Gottesbildes überlappen sich die drei Wesenheiten und verschiedenen Gesichter Gottes und bilden eine gemeinsame Mitte (Kopie aus Hauser, Sandra: Die drei Gesichter Gottes).
Danksagung
Zum Schluss möchten wir all denen eine Anerkennung aussprechen, die sich im Vorfeld mit der Vorbereitung des Themas befasst und sich zur Verfügung gestellt haben. Die 2x-täglichen Andachten sowie der Abschlussgottesdienst gemeinsam mit den tschechischen altkatholischen Christinnen und Christen haben uns immer wieder miteinander verbunden. „Gottes Geist weht überall“ und die aus mehreren Nationen vereinten Frauen und Männer setzten dazu ein glaubwürdiges Zeichen.
Ausblick für 2026: Internationales Altkatholische Forum in Rheinfelden/CH vom 21.-26.9.2026 im Vorfeld des Internationalen Altkatholischen Kongress.
Die Dreifaltigkeit, auch Trinität genannt, ist ein zentrales Dogma im Christentum, das die Einheit von Gott Vater, Gott Sohn (Jesus Christus) und dem Heiligen Geist beschreibt. Diese drei Personen werden als ein einziger Gott verstanden, der in drei unterschiedlichen Formen existiert.
Das Thema erarbeiten wir wie gewohnt in Gruppenarbeiten, Plenumsdiskussionen etc.
Wer Verlängerungstage vor oder nach dem Forum reservieren will, setzt sich direkt mit dem Hotel in Verbindung: +420 725 311 127 oder Email recepce@hotelzvikov.cz.
Anreise
Wir erwarten dich am Mittwoch, 1. Oktober 2025 um ca. 17 Uhr im Hotel Zvikov. Tagesplan siehe nachfolgend.
Öffentliche Parkplätze stehen kostenfrei an der Unterkunft (Reservierung ist nicht erforderlich) zur Verfügung.
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, reist zum Hauptbahnhof Pisek. Teile uns mit untenstehendem Formular mit, wann du ankommst, so organisieren wir eine Abholung.
Tagesplan/Aktivitäten
Hier findest du den Tagesplan, der dir eine ungefähre Struktur der Forumstage gibt.
Feierliche Weihe der Christkatholischen Kirche Schweiz vor 400 Gästen in Bern
Bischof Frank Bangerter ist in Amt und Würden
In der Kirche St. Peter und Paul in Bern ist Frank Bangerter am 14. September 2024 zum achten Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz geweiht worden. Im Rahmen des feierlichen Gottesdienstes vor rund vierhundert geistlichen und weltlichen Gästen empfing er die bischöflichen Insignien und wurde als neuer Bischof proklamiert. «Nun brauche ich Sie alle, um mein Amt freudig und würdig zu Gunsten unserer Kirche ausüben zu können», sagte der neue Bischof am Schluss des Weihegottesdienstes.
Es war ein überaus angemessener, festlicher und stimmungsvoller Weihegottesdienst, den die Christkatholische Kirche der Schweiz am 14. September 2024 in der prallvollen Kirche St. Peter und Paul in Bern zelebrierte. Nach dem feierlichen Einzug und dem Wortgottesdienst kam es zum eigentlichen Weiheakt ins Bischofsamt, unter anderem mit Anrufung des Heiligen Geistes, Litanei sowie der Handauflegung durch Hauptkonsekrator, Erzbischof Bernd Wallet von Utrecht. Von ihm empfing Bischof electus Frank Bangerter die vier bischöflichen Insignien, nämlich Siegelring, Brustkreuz, Mitra und Stab. Es folgte die Eucharistiefeier sowie die Unterzeichnung der Weiheurkunden durch die Bischöfe und anwesenden Regierungsräte, bevor es zur Proklamation durch den – weltlichen – Vizepräsidenten der Synode, René Meier, kam.
Bischof Frank Bangerter richtete sein Wort zum Schluss des Weihegottesdienstes in vier Sprachen an die Anwesenden. Er bedankte sich «von ganzem Herzen» für das Vertrauen, als Bischof in der Christkatholischen Kirche der Schweiz dienen zu dürfen. «Nun brauche ich Sie alle, um mein Amt freudig und würdig zu Gunsten unserer Kirche ausüben zu können», sagte der 61-Jährige. «Wir alle brauchen den Heiligen Geist, der uns leitet, so dass wir stets die Herzen der Menschen erreichen.»
Zu diesem festlichen Anlass fanden sich die Bischöfe der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz in der Bundeshauptstadt ein, allen voran der Hauptkonsekrator, Erzbischof Bernd Wallet von Utrecht. Begrüsst wurden in Bern auch die Co-Konsekratoren, der deutsche alt-katholische Bischof Dr. Matthias Ring und die österreichische Bischöfin Maria Kubin, sowie Mitglieder der christkatholischen Synode, Laien und Klerus. Unter den Gästen waren auch mehrere Regierungsräte, Bischöfe und Vertreter befreundeter Kirchen.
Die sowohl aus Laien als auch aus Geistlichen bestehende Nationalsynode hatte am 24. Mai 2024 Frank Bangerter in Aarau zum Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz gewählt. Dies, nachdem sein Vorgänger Harald Rein per Ende November 2023 altershalber seinen Rücktritt eingereicht hatte. Seither amtete Daniel Konrad, Pfarrer der Christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten, als Bistumsverweser, er leitete die Landeskirche der Christkatholiken interimistisch.
Die Amtseinsetzung mit dem Synodalrat findet am Mittwoch, 18. September 2024, in Bern statt.
Bischof Frank Bangerter, zuvor seit 2010 Pfarrer in Zürich, wohnt mit seinem langjährigen Partner im solothurnischen Grenchen. Die Christkatholische Kirche der Schweiz zählt per Ende 2023 in 28 Gemeinden 12137 Mitglieder.
Feierlicher Einzug in die prallvolle KircheDie Christkatholische Pfarrerin Denise Wyss aus Solothurn setzt dem Bischof die Mitra aufHauptkonsekrator Erzbischof Bernd Wallet von Utrecht gratuliert Bischof Frank BangerterEs gab herzlichen Applaus für den neuen Bischof
Rückblick zum Internationalen Altkatholischen Forum 2024 in Sarnen
Vom 14. bis 18. August 2024 trafen sich 23 Teilnehmende aus fünf Ländern zum Altkatholischen Forum in Sarnen, um das Thema «Wie können wir alle Generationen in den Gemeinden integrieren, damit sich alle wohlfühlen kön- nen und daheim sind?» zu behandeln.
In den grosszügigen Räumen des Benediktinerkollegiums Sarnen konnten wir uns gut austauschen und durften eine liebevolle und offene Atmosphäre erleben. Seit dem frühen 19. Jahrhundert leben die Patres hier; hergezogen waren sie aus dem damals aufgelösten Kloster Muri, gerufen, um in Sarnen die Knabenschule zu führen. Das grosse Anwesen mit schönem Garten liegt direkt neben der 1966 gebauten eindrücklichen Kirche, welche von einem Zürcher Architekt entworfen wurde und dem heiligen Martin geweiht ist.
Spirituelles und gemeinschaftliches Leben
Am Donnerstag stand für die Teilnehmenden eine Rundfahrt auf dem Sarnersee sowie ein Rundgang durch das Dorf auf dem Programm, und am Freitag besuchten wir den nahe gelegenen Wallfahrtort Flüeli-Ranft von Bruder Klaus. Während des Forums fand jeden Morgen und Abend eine durch die Teilnehmenden selbst gestaltete Andacht statt. Auf diese Art suchten die Teilnehmenden neue spirituelle Erfahrungen. Ein wichtiger Grund für die Teilnahme am Forum ist auch das Erleben von Gemeinschaft, denn leider gibt es Menschen, die sich in ihren Kirchgemeinden verloren fühlen oder die dieses Erlebnis vermissen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die offene Auseinandersetzung mit Themen, über die sonst nicht immer leicht gesprochen werden kann.
Andacht in der Kapelle (Foto Margit Still)
Abschlussgottesdienst in der Kirchgemeinde Luzern
Auch in diesem Jahr stand am 15. August anlässlich des Fests Mariä Entschlafen die Gottesmutter im Zentrum. Die Teilnehmenden merkten auch, dass Ma-ia bei vielen Christ- und Altkatholiken eher im Hintergrund steht. Den Organisator:innen ist es wichtig, dass das Forum jeweils mit einer alt- oder christkatholischen Kirchgemeinde vor Ort in Kontakt kommt und sich auszutauschen kann. Deshalb feierten wir den Abschlussgottesdienst in Luzern. Pfr. Adrian Suter stellte im schön gestalteten Gottesdienst Maria ins Zentrum seiner Predigt, zum Beispiel als Vorbild in der Nachfolge Christi oder als aktive, willensstarke Frau, die in der Bibel im gleichen Atemzug mit den Jüngern genannt wird. Beim anschliessenden Imbiss blieb Zeit, sich mit der Gemeinde und untereinander auszutauschen, bevor die Rückreise in die verschiedenen Länder bevorstand.
Mehrgenerationenkirche
Äussert hilfreich war das Referat von Hannah Audebert aus dem Fricktaler Gemeindeverband. Sie zeigte uns Möglichkeiten auf, wie alle Generationen zusammen für die Kirche begeistert werden können. In einer Übung schlossen wir alle die Augen und versuchten, uns zu erinnern, was uns als Fünfjährige aus dem Kirchenleben geblieben ist, was als Zehnjährige, mit zwanzig Jahren, als junge Eltern oder als 90-jährige Person. Mit diesen Gedanken diskutierten wir die Frage nach den Bedürfnissen der verschiedenen Generationen. Ein Input an die geschätzte Leserschaft: Machen Sie sich diese Gedanken auch einmal; es ist spannend, was einem alles in den Sinn kommt.
Ein Beispiel aus meiner eigenen Kindheit: Wir mussten als Kinder immer in den vordersten drei Bänken sitzen, und hinter uns sassen die Erwachsenen. Für mich bedeutete dies Kontrolle. Solche Erfahrungen sind wichtig und mögen für die Gemeinde hilfreich sein, um etwas zu verändern.
In unseren Gemeinden sind viele Generationen zu berücksichtigen: Kleinkinder, Schulkinder, Firmlinge, Lernende und Studierende, junge Unverheiratete, in Partnerschaft lebende Paare, verheiratete Paare mit Kindern, jüngere Grosseltern, Pensionierte, ältere Menschen und Urgrosseltern. Wenn ich mir nun eine Kirchgemeinde mit hundert aktiven Mitgliedern vor- stelle, würde jede dieser Gruppen etwa eine bis zehn Personen umfassen. Dies muss zu Interessenskonflikten und Spannungen führen, denn die einen Gruppen werden Platz und Mittel beanspruchen, welche dann den anderen Gruppen fehlen. Dann kann es passieren, dass diese nicht mehr am Gemeindeleben teilnehmen. Jede dieser Gruppen hat spezifische, eigene Bedürfnisse und will auf unterschiedliche Art angesprochen und integriert werden. Eine lösungsorientierte Möglichkeit ist, die verschiedenen Gruppen miteinander in Kontakt zu bringen.
Aus dem Referat und den Diskussionen wurde bald klar, dass sehr viel Gutes und aktiv Gelebtes bereits da ist. Besonders hat mir das Bild und die Idee der Kirche Kunterbunt gefallen, wo wir als Gemeinde Ideen finden können, die schon erprobt sind.
Stimmen von Teilnehmenden zum Forum
Alena aus Tschechien: Meine Kirche bei mir zu Hause reicht mir einfach nicht. Das Altkatholische Forum ist für mich bereichernd und erleichternd, die Teilnehmenden sind rücksichtsvoll und offen. Ich mag es sehr, wie mich die Vorträge zu verschiedenen Themen anregen.
Johannes aus Deutschland: Ich besuche das Forum, weil ich hier eine Gemeinschaft erlebe, die weit über die eigene, kleine Kirchgemeinde hinausreicht und die Glaubensgespräche ermöglicht. Ideen zur Entwicklung unserer Gemeinden und der Bistümer werden freundschaftlich ausgetauscht.
Othmar aus der Schweiz: Ich habe neben den Forumseindrücken auch viel über eine Region in der Schweiz erfahren, die ich noch wenig kannte. Dazu habe ich einiges über Kirchengeschichte gelernt. Ich finde es auch grossartig, an neue Orte in anderen Ländern zu reisen, teilweise fernab von den grossen Touristenströmen, und dort religiöse Gemeinschaften zu entdecken.
Christa aus Deutschland: Das Forum ist für mich eine lebendige, spirituelle Auszeit und ein Blick über den Tellerrand (der Gemeinde, des Dekanates, des Bistums) hinaus. Ein Ort, der intensive Begegnungen mit Menschen ermöglicht, ein Austausch- und Bewusstwerdungsort.
Das internationale altkatholische Forum lädt nach Sarnen in die Schweiz ein.
Vom 14.08. bis zum 18.08.2024 findet in diesem Jahr das Internationale Altkatholische Forum in Sarnen statt. Sarnen liegt südlich von Luzern am Sarnersee. Das Forum wird dort vier Tage im Benediktiner-Kollegium zu Gast sein und sich mit dem Thema „Wie bauen und leben wir Mehrgenerationskirche“ beschäftigen.
Benediktiner-Kollegium in Sarnen
Im Kern geht es uns darum, wie wir an einer Mehrgenerationskirche mitbauen und diese leben können. Dazu werden Referenten eingeladen und ein reger Austausch eingeplant.
Wir freuen uns wieder auf viele Teilnehmer*innen. Alle Interessierte, ob Laien, Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Freunde der altkatholischen Kirchen, Glaubende, sowie Zweifelnde sind herzlich willkommen, mit uns diese Tage in Sarnen zu verbringen.
Vom 16. bis 21. August 2023 fand in Rehburg-Loccum das Internationale Altkatholische Forum 2023 statt. 23 Teilnehmende beschäftigten sich mit der Frage, welchen Auftrag jede und jeder Einzelne für unsere Kirche, für unsere Gemeinde und Gemeinschaft hat.
Wie üblich beginnt das Forum am Mittwoch mit einer Abendandacht und einer Kennenlernrunde. Für viele Teilnehmenden ist das Forum ein «Heimkommen» und alte und neue Freundinnen und Freunde wiederzusehen oder kennenzulernen. Die Organisierenden freuten sich sehr, dass in der diesjährigen Runde vier neue Personen am Forum teilnahmen.
Am zweiten Tag wurden in Anlehnung an die «World- Cafe-Methode» sechs Fragen zum Forumsthema in kleinen Tischgruppen diskutiert und versucht zu beantworten. Die Methode erlaubt es, sich konzentriert und ruhig miteinander auszutauschen und die Fragen sehr intensiv zu beantworten. Es gibt dabei kein «Richtig oder Falsch»; alles ist richtig.
Die Akademie Loccum als Tagungsort bot viele Möglichkeiten, sich auch neben der Arbeit beispielsweise die Füsse zu vertreten. Die wunderschöne Anlage lud zum Spazieren gehen oder die Vögel zu beobachten ein. Ein Gästeführer führte uns am ersten Tag durch die riesige Klosterkirche und ihre Kapellen und erklärte uns viel über die Geschichte und das Bauwerk.
Zur Einstimmung am dritten Tag schauten wir den spannenden Film „Adams Äpfel“. Ein Film mit vielen Überraschungen; sehr eindrücklich und sehenswert. Am Nachmittag Vereinsrunde und Weiterarbeit am Thema sowie Abschluss des Tages mit einer Abendandacht.
Ausflugstag am Internationalen Altkatholischen Forum war der vierte Tag. Zuerst gings ans Steinhuder Meer, wo wir mit einem Auswandererboot zur Insel Wilhelmsstein übersetzten. Hier zeigte uns der Führer Verborgenes der Inselfestung. Nach dem Mittagsimbiss im “Heimathafen” in Steinhude, ging die Fahrt nach Hannover zur dortigen alt-katholischen Gemeinde. Gastfreundlich wurden wir dort zum gemeinsamen Austausch, zur Eucharistiefeier und einem Grillplausch empfangen und erfuhren vielen über den Bau der eigenen Kirche der Gemeinde und der Namenspatronin.
Zum Abschluss des Forums feierten wir am Sonntag in der imposanten Stiftskirche des Klosters einen alt-katholischen Abschlussgottesdienst mit Eucharistie in Ökumene mit der evangelischen Gemeinde Loccum.
Die Teilnehmenden freuen sich auf ein spannendes Forum im 2024.
MORGENGEBET von D. Bonhoeffer
Gott,zu Dir rufe ich in der Frühe des Tages. Hilf mir beten und meine Gedanken sammeln zu Dir; ich kann es nicht allein.
In mir ist es finster, aber bei Dir ist das Licht; ich bin einsam, aber Du verlässt mich nicht; ich bin kleinmütig, aber bei Dir ist die Hilfe; ich bin unruhig, aber bei Dir ist der Friede; in mir ist Bitterkeit, aber bei Dir ist die Geduld; ich verstehe Deine Wege nicht, aber Du weißt den Weg für mich.
Vater im Himmel, Lob und Dank sei Dir für die Ruhe der Nacht; Lob und Dank sei Dir für den neuen Tag. Lob und Dank sei Dir für alle Deine Güte und Treue in meinem vergangenen Leben. Du hast mir viel Gutes erwiesen, lass mich nun auch das Schwere aus Deiner Hand hinnehmen. Du wirst mir nicht mehr auflegen als ich tragen kann. Du lässt Deinen Kindern alle Dinge zum Besten dienen.
Herr Jesus Christus, Du warst arm und elend, gefangen und verlassen wie ich. Du kennst alle Not der Menschen, Du bleibst bei mir, wenn kein Mensch mir beisteht, Du vergisst mich nicht und suchst mich, Du willst, dass ich Dich erkenne und mich zu Dir kehre. Herr, ich höre Deinen Ruf und folge, hilf mir!
Heiliger Geist, gib mir den Glauben, der mich vor Verzweiflung, Süchten und Laster rettet, gib mir die Liebe zu Gott und den Menschen, die allen Hass und Bitterkeit vertilgt, gib mir die Hoffnung, die mich befreit von Furcht und Verzagtheit.
Heiliger, barmherziger Gott, mein Schöpfer und mein Heiland, mein Richter und mein Erretter, Du kennst mich und all mein Tun. Du hasst und strafst das Böse in dieser und jener Welt ohne Ansehen der Person, Du vergibst Sünden dem, der Dich aufrichtig darum bittet. Du liebst das Gute und lohnst es auf dieser Erde mit einem getrosten Gewissen und in der künftigen Welt mit der Krone der Gerechtigkeit.
Vor Dir denke ich an all die Meinen, an die Mitgefangenen und alle, die in diesem Hause ihren schweren Dienst tun. Herr, erbarme Dich! Schenke mir die Freiheit wieder, und lass mich derzeit so leben, wie ich es vor Dir und vor den Menschen verantworten kann. Herr, was dieser Tag auch bringt, – Dein Name sei gelobt! – Amen
Das Unser Vater der Freude
Unser Vater, der du bist in der Freude, freundlich bleibe dein Name. Deine Freude erfülle uns. Deine frohe Botschaft verwirkliche sich im Himmel und auf Erden. Unsere tägliche Freude gib uns heute und vergib uns unseren Missmut, wie auch wir vergeben den Missgelaunten. Bewahre uns vor Verzweiflung und erlöse uns zur ewigen Freude. Amen.
Am Samstag, den 22. April 2023, hat die Ausserordentliche Synode der Altkatholischen Kirche Österreichs Mag.a Maria Kubin, MA, MSc zur Bischöfin gewählt. Maria Kubin ist damit die erste Bischöfin der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen. Sie folgt Dr. Heinz Lederleitner im Amt nach und empfängt am 24. Juni 2023 im Rahmen eines Festgottesdienstes die Weihe zur Bischöfin.
Die neue Bischöfin mit unserem Vorstandsmitglied Stefan Wedra
Das AK-Forum gratuliert sehr herzlich mit den besten Wünschen und freut sich mit Maria Kubin für die neue Aufgabe.
Wie die Gemeinschaft am Samstag über ihre Social-Media-Kanäle mitteilte, berief eine außerordentliche Synode die Psychotherapeutin Maria Kubin an die Spitze der etwa 8.600 Kirchenmitglieder. Zur Wahl standen ursprünglich Pfarrer Richard Gödl von der Kirchengemeinde Krems/St. Pölten, Vikar Albert Haunschmidt und Vikarin Maria Kubin von der Kirchengemeinde Graz.
Haunschmidt zog seine Kandidatur jedoch aus persönlichen Gründen bereits im Vorfeld zurück, Gödl erst am Tag vor der Wahl – ebenfalls aus persönlichen Gründen. Somit hatte Vikarin Kubin keinen Gegenkandidaten.