eForum #14: „Wo finde ich Gott – meine Spiritualität im Alltag; meine Beziehung zu Gott“

Das eForum findet statt am Freitag, 17.09.2021 von 19:30 bis ca. 21:00 Uhr.
Die Teilnahmemöglichkeiten via Telefon zu diesem eForum finden sich hier.

Spiritualität kann als ein Streben nach mehr gedeutet werden (ohne jedoch in diesem Streben etwas dabei zu vernichten), um im Alltag (ohne eine moralische Pflicht) die Lebensaufgaben im Wissen um die Menschlichkeit und die Verletzlichkeit, zu bewältigen. Spiritualität fordert uns auf: „Du darfst, wähle selbst“, als eine Form der Selbstbegegnung, wobei es um das Verstehen und Ändern der eigene innere Konfiguration geht. Dies in dem uns Spiritualität einen Weg aufzeigt, um zur Gottesbegegnung, zur Liebe und zum Vertrauen zu kommen; also zur Liebe zu Gott und den Menschen.

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Ein paar Gedanken (weiser) Menschen:

  • „Da ich eine Seele bin, die in einem Universum aus Seelen segelt und verzweifelt nach etwas Festem sucht, muss ich unbedingt Gott berühren, den einzigen Fels in diesem Ozean. „ (Salvador Dali)
  • „Die Welt verändert sich durch dein Vorbild; nicht durch deine Meinung.“ (Paulo Coelho)
  • „Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung“. (A.Camus)
  • „Menschen wählen oftmals nicht das, was sie am liebsten haben, sondern das, was sie am wenigsten fürchten“. (Theresa v.Avilar)
  • „Tue nichts, um andere zu beeindrucken, tue es, um Dich selbst glücklich zu machen.“
  • „Glaubst Du nicht, dass es im Menschen eine Tiefe gibt, die so weit reicht, dass sie selbst den, der sie beherbergt, verborgen bleibt.“ (Augustinus)
  • „Die stärkste Energie, die wir zur Verfügung haben ist die liebe selbst.“ (Mutter Theresa)
  • „Dein schlimmster Feind kann Dir nicht soviel Schaden zufügen, wie deine eigenen unkontrollierten Gedanken. Aber einmal gemeistert, kann Dir niemand so sehr helfen, wie deine Gedanken selbst.“ (Meister Eckhart)

September 2021
zusammengestellt von: M. Lund

Ergänzung Hannes Reintjes:
Zum Thema des 14. eForum “Wo finde ich Gott“ der Artikel im letzten „Christen heute“ (Aug.&Sept. 2021) der Pfarrerin Alexandra-Caspari von Augsburg „Was hat Gott mit dem Virus zu tun?“. Denn im Klartext führte sie in Nachfolge ihres Freiburger Fundamentaltheologie-Professors Magnus Striet aus, Gott hätte sich in einer Selbstbindung verpflichtet der Evolution ihren Lauf zu lassen. Von ihm sei im diesseits nichts zu erwarten.

Ich antwortete ihr, dass diese Ansicht dem Glauben Jesu widerspricht. Christlich seien ihre Ausführungen in Nachfolge des “Kleingläubigen” Prof. Striet nicht. Jesus lehrte “Bittet und es wird Euch aufgetan”. Konsequenterweise müssten sich ihre Fürbitten im GoDi nicht mehr an Gott, sondern nur mehr an die Gemeindemitglieder wenden. Kann aber der “Glaube nicht doch Berge versetzen”?

Mit den Appellen von Striet und Caspari, der Mensch soll, da erwachsen geworden, das tun, was ihm möglich ist oder besser was ihnen zusammen möglich ist, sind wir bei ähnlichem Ergebnis. M. E. aber nur ähnlich, denn die nicht mehr an einen inneren Dialog mit Gott, sondern nur an Monologe, an Selbstgespräche/Selbstbegegnung glauben, haben sicherlich weniger Motivation als Sendungsbewusste …

Vielleicht haben Striet et al. recht, aber eines ist gewiss, das Leben wird dabei ärmer – vielleicht aber auch unrecht, denn Gott als den Schöpfer der Milliarden Sonnensysteme ist sicher totaliter aliter als jede menschliche Vorstellung. Warum ärmer? Da antworte ich Alexandra Caspari mit Schubert:
“Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken? Wem künd’ ich mein Entzücken, wenn freudig pocht mein Herz?”