Archiv der Kategorie: Rückblicke

Hier finden sich Rückblicke zu den vergangenen Foren

eForum

Eine Alternative in Zeiten von Corona: eFORUM #1

Eigentlich liefen bereits die Planungen für das Internationale Altkatholische Forum, dass im August 2020 in Rastatt stattfinden sollte, auf Hochtouren. Doch dann kam Covid19 und mit ihm leider das „Aus“ für diese Veranstaltung. Irgendwie wollten wir für das abgesagte Forum in diesem Jahr eine Alternative finden. Als Ersatz kam es zur Idee, nun ein eForum anzubieten, also ein virtuelles Forum auf digitalem Wege. Gestartet wurde zunächst mit vier Terminen (weitere Infos und Termine unter: https://altkatholisches-forum.org/ ).

Unser erster Versuch startete am 20.06. thematisch unter „Leben und Tod, unsere Angst vorm Sterben“ mit dem Bibeltext: Johannes 14, 6 „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. „
Dazu gab es begleitend einen Impulstext mit einem Interpretationsversuch zu dieser Bibelstelle.

EForum

Zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Schweiz, Südtirol und Deutschland klickten am Samstagnachmittag den Link (Der Zugangslink: https://meet.altkatholisches-forum.org/eForumAltkatholischesForum) an und nahmen engagiert, auch mit Chatbeiträgen, am ersten eForum teil. Moderiert tauschten sich die Teilnehmer mit ihren Meinungen, Gedanken, eigenen Erfahrungen und Gefühlen zum Thema aus. Spannend waren die Inhalte, die an – und ausgesprochen wurden und die in ein paar stichpunktartigen Sätzen nun ausschnittsweise folgen:
Es ging u.a. auch um die Zeit vorm Tod; um die Frage nach einem erfülltes Leben; ob ein „leichteres Sterben“ gelingen kann, wenn es einem zuvor im Leben gut erging und sich eine Zufriedenheit eingestellt hat, die beruhigend ausstrahlte; die möglicherweise sogar bedingt, dass keine oder nur eine geringere Angst vorm Sterben bleibt; wie eine Beziehung zu Gott gesucht wird; aber auch profane Regelungen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament, die entlasten können. Bewusst wurde uns, dass wir in einer Zeit leben, in der man den Gedanken ans Sterben, an den Tod eher verdrängt. Beschäftigt hat uns im eForum auch die spirituelle Vorbereitung auf den Tod und das „Danach“; „das ewige Leben“. Auch die Sterbestunde selbst; einen Sterbenden gehen zu lassen; sowie das Loslassen können in der Sterbestunde. Und nach dem irdischen Tod?; …im Glauben sind wir uns sicher, dass es für uns „weitergeht“…
Dabei vergingen die fast zwei Stunden „Videokonferenz“ wie im Flug. Ein erstes eForum, dass die Teilnehmer zusammenbrachte und einen interessanten Austausch bot.

Für die weiteren eFOREN sind alle Interessierte herzlich zur Teilnahme eingeladen. Bitte schalten Sie sich an den entsprechenden Samstagen ab 15:00 Uhr gerne einfach dazu (Link siehe oben). Wir freuen uns, wenn Sie unser Angebot nutzen.
Die nächsten Termine sind Samstag, 15.08. und Samstag, 19.09. jeweils ab 15:00 Uhr.
Weitere Infos siehe unter: https://altkatholisches-forum.org/ ).

VORSCHAU und Ankündigung:
Nächstes Jahr – 2021 – wird wieder ein Internationales Altkatholische Forum stattfinden! Termin und Ort: 08.09.-12.09.2021 – in Breklum in Norddeutschland. Breklum liegt im Bundesland Schleswig Holstein in unmittelbarer Nähe zur Nordsee. Von dort aus sind es wenige Kilometer zur „Insel“ Nordstrand, auf der die Altkatholische Gemeinde Nordstrand im Theresien-Dom ihren Mittelpunkt hat. Zu diesem Forum laden wir bereits heute alle Interessierte herzlich ein.

Markus Lund
Mitglied der Gemeinde Bremen

Rückblick Nr. 2 zum Forum 2019 in Goldrain

Das Laienforum heißt neu: Altkatholisches Forum

Dem Glauben eigene Worte geben

Vom 11. bis 15. September 2019 haben sich 15 Männer und 10 Frauen in Südtirol zusammengefunden, um ein persönliches Credo zu erarbeiten.

Wozu machen wir das?

  • Wir erleben erbauende christliche Gemeinschaft, Freundschaften bilden sich.
  • Wir sind gerne fröhlich zusammen.
  • Wir fügen unserem Glauben und Wissen wertvolle Inhalte hinzu, lernen andere Zusammenhänge der Geschichte kennen.
  • Wir erhalten Kontakte über die Landesgrenzen hinaus und leben damit einen Teil der Utrechter Union, wie Bischof Dr. Heinz Lederleitner (Österreich) so treffend beim Abschiednehmen bemerkte. 
  • Wir lernen gerne andere Orte kennen, wo unser Glaube zu Hause ist.

Die Gegend um das Bildungshauses Goldrain im Vinschgau war herrlich anzusehen. Die Sonne glänzte in den weiß gleißenden Berghängen, die Bläue des Himmels war schon fast herbstlich unendlich und die Luft roch erdig, gesättigt. Apfelspaliere säumten die Straße kilometerlang, Reihe um Reihe Äpfel in allen Farben und Schattierungen.

Als dann das Forum im alten burgähnlichen Schloss Goldrain begann, haben wir gelebt wie die Fürsten, denn die Arbeitsräume waren im Schloss selber untergebracht. Im „Geisterzimmer“ lernten wir enorm viel über das Glaubensbekenntnis; und über uns selber! Passt es wirklich in unsere Zeit diese alten Formeln zu wiederholen, wie tönte ein authentisches Glaubensbekenntnis während des 2. Weltkriegs, was bedeutet es uns?

Die Tage ließen wir dann in der Schlosskapelle ausklingen bei Gottesdiensten, die von den Teilnehmern und Bischof Dr. Heinz Lederleitner gestaltet wurden. Der letzte Gottesdienst bot Platz, um die jeweils eigenen Credos vorzutragen. Welch eine unglaubliche Fülle von Beziehungen zum dreieinigen Gott wurde da ausgebreitet!

Das Rahmenprogramm an den Nachmittagen führte uns auf eine ausgedehnte Wanderung entlang einem Walweg (Wege entlang von Wasserrinnen). Dabei konnte geplaudert oder einfach still die Schönheit fürs Auge genossen werden. Am 2. Tag ging`s nach Naturns zu einer kleinen Kapelle aus dem 7. Jahrhundert mit Museum, an der alten römischen Via Augustina gelegen. Eindrücklich stand eine andere Zeit mit antikem Weltbild vor unseren Augen auf.

Bei all dem sind wir uns selber ein Stück näher gekommen auf einem geistigen Gebiet, das sich überraschend vielschichtig zeigt. Voller Dankbarkeit für die Organisation, die vielen guten Gespräche und alle schönen Eindrücke, die wir mit nach Hause nehmen durften, freuen wir uns jetzt schon auf das „nächste Mal“.

Köstliches Essen in wunderschöner Umgebung

Die Mitgliederversammlung des Vereins Internationales Altkatholisches Laienforum wurde, nach 10 Jahren Vorstandstätigkeit, das letzte Mal von Dr. Johannes Reintjes aus München geleitet. Er wurde anschließend mit Laudatio von Margarete Krammer verabschiedet. Dem Vorstand gehören künftig an: Margarete Krammer und Walter Doellinger aus Wien, Christoph Janser aus Bern, Peter Baumgärtner aus Karlsruhe und Christa Kurbjuweit aus Hamm sowie der diesjährige Organisator Stefan Wedra aus Salurn.

Als nächster Austragungsort wurde das Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt, zwischen Karlsruhe und Baden-Baden gelegen, festgelegt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Name „Laienforum“ wurde einstimmig in „Altkatholisches Forum“ geändert. In das Thema des nächsten Jahres „Von guten Mächten“ (75. Todesjahr von Dietrich Bonhoeffer) einführen wird uns, wie in diesem Jahr, der Herausgeber des online-Predigtdienstes „propastoral.de“ Peter Oldenbruch.
Wer weiß, vielleicht sind Sie / bist Du im August 2020 auch dabei? Die Informationen dazu sind unter altkatholisches-forum.org zu finden.

Doris Libsig, Heitenried (Kanton Freiburg) und Johannes Reintjes, Fischbachau (München)

Internationales Altkatholisches Laienforum in Südtirol vom 11.9. – 15.9.19

Die Anfahrt war für einige der 25 Teilnehmer weit und beschwerlich, der Inhalt des Laienforums und die herrliche Umgebung um Goldrain/Coldrano entschädigten jedoch. Ein wunderbar hergerichtetes Schloß mit ansprechenden Unterkünften, dauerhaft Sonne und sommerliche Temperaturen, schneebedeckte Berggipfel, ausgedehnte Apfelplantagen und Weinberge und eine — zumindest für Ruhrgebietsbewohner — ungewohnte Sauberkeit im öffentlichen Raum waren beeindruckend.

Bischof Heinz Lederleitner an der Eröffnungsmesse

Die Teilnehmer aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Südtirol befaßten sich mit dem Thema „Dem Glauben eigene Worte geben“ und dessen Bedeutung für jeden Einzelnen. Sehr hilfreich mit seinen Impulsreferaten und Arbeitsblättern und undoktrinär war der evgl. Pfarrer Oldenbruch als Seminarleiter. Bischof Lederleitner von den österreichischen Altkatholiken war die Hälfte der Zeit anwesend, ohne in irgendeiner Weise seine Funktion herauszukehren: vielmehr barrierefrei und beeindruckend durch eine unaufdringliche Zugewandtheit und Selbstöffnung.

Morgendliche und abendliche Andachten vor und nach den Arbeitsgruppen fanden in der kleinen Schloßkapelle statt, die gerade ausreichend groß genug dafür war, dass wir einen Stuhlkreis bilden konnten. Der von einem Teilnehmer mitgebrachte Hirtenhund erhielt zwar keinen Stuhl, wurde aber zwischendurch gekrault, weil er sich still und fast andächtig verhielt.

Wunderschöne Umgebung, Pedro bewachte die Teilnehmenden fürsorglich

In Arbeitsgruppen wurden anhand des an das Romanum aus dem Jahr 150 angelehnten Apostolischen Glaubensbekenntnisses persönliche Bekenntnisse erstellt,  in der Großgruppe vorgetragen und können hier nachgelesen werden. Dabei stand weniger die theologische Bedeutung als vielmehr die sehr persönliche Ausformung im Vordergrund.

Das geistig-geistliche und emotionale Erleben an diesen Tagen war eingebettet in: Gemeinschaftsgefühl und Solidarität, Offenheit, Toleranz, Humor, aber auch das Erleben von tiefer Spiritualität. Es blieb geheimnisvoll, wem gelegentliche Tränen galten. In den Pausen und am Abend gab es manche sehr persönliche Zwiegespräche. Das Gemeinschaftsgefühl festigte sich auch bei einer ausgedehnten Wanderung entlang den Bewässerungsrinnen für Rebstöcke und Apfelbäume und führte zu einer Spontandacht ohne Amtsträger in der Dorfkirche, nach dem die römisch-katholische Sonntagsmesse beendet war.

Allen Altkatholiken und nicht nur denen empfehlen wir eine Teilnahme am nächsten Laienforum in Rastatt.

Text: Hans-Jörg Lütgerhorst

salzdererde

Altkatholiken-Kongress vom Do., 20. – So., 23. September 2018

Am IAKK 2018 Wien wird unter dem Motto “Salz der Erde” wieder ein Austausch zwischen den altkatholischen Landeskirchen und Mitgliedern stattfinden an dem wir auch das Internationale AK Laienforum und unser nächstes Forum im September 2019 in Südtirol vorstellen können.

“Offizieller” Anmeldeschluss zum Wiener IAKK war der 15. Juni, also gleich anmelden 🙂

Laienforum 2017 vom 23.-27. August 2017

Das Laienforum hat heuer vom 23.-27. August in Wels unter dem Thema: „Warum Altkatholisch? – werden wir noch gebraucht?“ stattgefunden, wurde von 34 Teilnehmenden und weiteren Besuchern und den Referenten gestaltet und großartig von der einladenden Altkatholischen Kirche Österreichs von Peter Kronewitter und Margarete Krammer organisiert.
Im Fokus stand die Diskussion zur historischen Aufgabe unserer Altkatholischen Kirchen (AKK).

Auf den Feldern der Diakonie und der Martyria (= Glaubenszeugnis) verwirklichen wir in lebensbejahenden Gemeinden und durch unsere persönliche, authentische Lebensführung diesen Anspruch durchaus. So geben wir Beispiele für Toleranz und Offenheit (Wiederverheiratete, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, Engagement Geflüchtete). Eine interessante Diskussion führten wir dazu in der evangelischen Christuskirche in Wels mit Pfarrer Bernhard Petersen. Unsere Alternative zu bestehenden religiösen Angeboten in einer informativen Öffentlichkeitsarbeit darzustellen sind wir möglicherweise auch verpflichtet.

Als Koinonia (= Gemeinschaft) gilt es, basisdemokratische Strukturen weiter und intensiver mit Praxis und Leben zu erfüllen. Mit Beteiligung möglichst vieler Gemeindemitglieder und nicht nur mit „ausgewählten“ gilt es, das Gemeindeleben zu gestalten und zu bereichern. Gemeindeversammlungen und Synoden sind im Kirchencafe und eigenen Veranstaltungen vorzubereiten und zu kommunizieren, wobei nicht nur das Recht, sondern auch das Bewusstsein der Pflicht zur Mitgestaltung den Erfolg ausmacht.

Eine unsere Stärken liegt in einer Liturgie (Liturgia, die vierte Aufgabe der Glaubensgemeinschaft), die Quelle und Gipfel unserer Spiritualität zugleich ist, die Herkömmliches mit Überraschungen, Strukturen mit Erneuerungen und Vorstellungen mit Erwartungsfreiheit verbindet.
In dieser Vielfalt und Lebendigkeit treten wir, wie der österreichische Generalvikar Martin Eisenbraun ausführte, als Reich-Gottes-Gemeinschaft dem postmodernen „Tanz um das Goldene Selbst“ entgegen und haben als Beispiel verwirklichter Forderungen einer Kirche auch von unten eine wichtige Rolle.

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Persönliche Eindrücke von Markus Lund zum Laienforum 2016 in Prag

Ich hatte keine klare Vorstellung vom Laienforum, von dem, was mich dort erwartete, wen ich dort treffen würde, was die Menschen dort zusammenführte. Jedoch das diesjährige Thema verhieß einen interessanten Gedankenaustausch, und der Tagungsort Prag, die goldene Stadt, die ich noch nicht kannte, sollte bekanntlich ja auch eine Reise wert sein. Ich entschloss mich, diese Reise zu wagen.

Prag erlebte ich als eine faszinierende Stadt der Gegensätze, die sehr facettenreich mit Prunk und Monumentalbauten, aber auch dem Erbe des ca. 50-jährigen Sozialismus aufwartete und mit vielen sehenswerten Kulturgütern und Grünanlagen beeindruckte. Eine Stadt, die uns Gästen eine besondere Gastfreundschaft bot, die uns insbesondere durch unsere tschechischen Gastgeber zuteil wurde mit ihrer liebevollen Planung eines tollen Programmes und ihrem unermüdlichen Einsatz für uns Gäste.

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Persönliche Eindrücke vom Laienforum 2016 von Doris Libsig

Prag, Heiligkeit als Normalität

In diesem Jahr traf sich das Laienforum zum 20. Mal und wieder, wie damals zum ersten Mal in der goldenen Stadt. Der Bericht suchte und fand Heiligkeit in der Normalität

Die Anreise
Es war schon kribbelnd, was da nicht alles an Hinderungsgründen auftauchte, als versucht wurde eine Fahrgemeinschaft zusammen zu stellen! Der Spruch: „Wenn Engel reisen, so lacht der Himmel!“ schien zum Angriffspunkt zu werden. Zuletzt waren wir drei Damen, die pünktlich gegen 8.00 Uhr in Sissach starten konnten und somit siegreich aus diesem Kampf hervor gingen. Leider musste Lisbeth alleine fahren, doch sie kannte sich aus mit langen Strecken und hatte uns sicher nach Prag gebracht. Als wäre das natürlich und nichts Aussergewöhnliches. Unterwegs hatten wir uns einiges zu erzählen, also langweilig wurde es gewiss nicht. Von leisem, verheissungsvollem Abendrot übergossen lag die Stadt dann endlich vor uns, und dank dem Navi landeten wir ohne Umwege bei unserem Hotel.

Das Hotel
Müde aber dankbar machten wir uns auf den Weg, zu unseren Zimmern. Von aussen war das Hotel ein imposanter, grosser Bau. In seinem Innern eröffnete sich uns ein ebenso grosses und unentwirrbares Labyrinth. Da gab es Aufzüge, die nie beim Empfang ankamen. Die Zimmernummern waren wohl von irgendwo herabgeschneit; sie ergaben keinen Sinn und keine logische Folge in der Nummerierung – boten uns also auch keine Orientierung. In langen Gängen ohne Tageslicht wurde man leicht an unterirdische Horrorgeschichten erinnert. Plötzlich tauchte die Hinteransicht des Hotels auf, die so schön war, dass ich daran zweifelte, ob wir wirklich den richtigen Haupteingang erwischt hatten. Immer weiter ging es, mit sinkender Hoffnung auf Erfolg. Wir sahen schöne und weniger nette Innenhöfe, Seminarräume, die mit einzementierten Gartenbänken zum Dialog über 7m Distanz einluden, oder wie ein Möbellager für ausrangiertes Hotelinventar wirkten. Eine App zählte später 600 Schritte bis zum Zimmer! Irgendwann, den Tränen schon nahe, fand ich meine Zimmernummer, setzte mich aufs Bett und dachte nach: die Erkenntnis traf mich wie ein Blitz:“ Wir sind in einem Studentenhotel. Von ihnen darf einfach erwartet werden, dass sie ohne Probleme erkennen, „wie der Hase läuft!“ Immerhin sind wir sehr günstig untergebracht. Für mich bedeutete es, dass ich mich auf meinen inneren Kompass und die weibliche Intuition verlassen musste! (Wer mich kennt, weiss, welches Risiko so eingegangen wird.) Aber gegen Ende unseres Aufenthaltes, konnte ich sogar auf den Lift verzichten — denn die Treppe, ermöglichte einen perfekten Auftritt in der Lobby…

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Laienforum 2016 in Prag, 10.-14. August 2016

Was gab´s in PRAHA vom 10. bis 14. August 2016 / srpen 2016
(siehe Inhalte und Programm unten unter “Weiterlesen“/ v příloze zasílámprogram laienfora v němčině):

  • Zusammentreffen mit spirituell interessierten Teilnehmern aus fünf Ländern
  • Kennenlernen der örtlichen Gemeinde und des neugewählten tschech. a.k. Bischofs Dr. Pavel B. Stránský
  • Besichtigungen und Gastronomie des schönen Prags aus Insidersicht
  • Ausflug zur Burg Karlštejn (30 km. südwestlich von Prag)
  • Gesprächsgruppen zum Thema “Heiligkeit als Normalität?” mit “Spiritualität der Heiligen” (siehe unten)
  • Andachten / Meditationen der Ländergruppen zum Thema
    z.B. in der Hl.-Kreuz-Rotunde und in der Hl.-Maria-Magdalena-Kapelle
  • Orgelkonzert von Eveline M. Jansen und festlicher Schlussgottesdienst (1. von Bischof Pavel in Starokath. Kathedrale am Petřín)


Beitrag von Johannes Reintjes: Anregung für Referat und Diskussion im Kirchencafe Ihrer Gemeinde:

Thesen der Referate und Gruppenarbeiten /
Hlavní teze referátu a skupinová práce

Svatost jako normalita
PhDr. Ing. Petr Krohe: Svatost jako normalita

Heiligkeit als Normalität
von PhDr. Ing. Petr Krohe, Krankenhaus-Seelsorger, zuvor Ingenieur

Gott schuf uns heilig und Heiligkeit ist in unsere Seelen geschrieben. Die ersten Christen nannten sich „Heilige“ und erlebten ihre Heiligkeit jeden Tag ihres Lebens. Diese „Normalität“ der Heiligkeit verblasste leider allmählich im Laufe der Geschichte und bekam später einen Hauch von etwas Außerordentlichem, sogar Unwirklichem oder Illusorischem. Die Heiligenbilder, die wir sehen, oder Legenden, die wir über sie lesen, unterstützen dies. Ein Heiliger oder eine Heilige ist keine heroische Gestalt wie auf diesen Bildern und Statuen, mit in den Himmel gerichteten Augen und einem Pfeil am Hintern. Die Heiligkeit wird hier und jetzt realisiert. Sie ist „normal“, sogar so normal, dass es uns nicht einmal einfällt, dass sie in der Alltäglichkeit unseres Lebens verwirklicht sein sollte.

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2015: St. Niklausen CH – “Grenzen überschreiten – Begegnungen”

Berichte von Doris Echterbroch, Doris Libsig und Madeleine Schuler zum Internationalen Altkatholischen Laienforum 12.-16.08.2015 in St. Niklausen, Obwalden, Schweiz

Die Grenze des Ichs überschreiten, Begegnung mit Niklaus von Flüe

Michael Bangert (Universität Basel) verstand es, den Teilnehmern des Laienforums mit sehr viel Humor und spannendem Vortragsstil den Mystiker und Nationalheiligen der Schweiz, Niklaus von Flüe, am Donnerstag, den 13.8.2015 erfahrbar zu machen.

Zunächst ging es um die Frage: Sind wir überhaupt in der Lage, ein Menschenleben des 15. Jh. vorurteilsfrei wahrzunehmen? Oder sehen wir nicht vielmehr das von ihm, was wir aufgrund unserer religiösen Sozialisation gewohnt sind zu sehen? Anhand einer Darstellung der Maria von Magdala durften die meisten von uns feststellen, dass wir „Verbildeten“ reichlich daneben lagen und aus dem Bild eine Gottesmutter-Darstellung lasen, obwohl ein dem mittelalterlichen Menschen sehr vertrauter Gegenstand, ein Salbgefäß, eindeutig auf die Magdalenerin hinwies. Den Menschen des 15. Jh. verstehen heißt also in eine vorreformatorische Welt einsteigen, in das Zeitalter der Aufklärung, der bewussten Ich-Werdung des Individuums.

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2013: Berlin DE – „Miteinander im Glauben“

Jeden Morgen weckten uns Klarinettenklänge von Pater Reinhard Körner im mit 44 Teilnehmern (und zusätzlichen Tagesgästen) vollgefüllten Gästehaus der Karmeliten in Birkenwerder bei Berlin. Dort fand vom 14. bis 18. August das Internationale Altkatholische Laienforum zum Thema „Miteinander im Glauben“ statt.
Am ersten vollen Tag, am Donnerstag, wurde eine spannende Führung mit dem Schiff und zu Fuß durch Berlin organisiert. Ein fachkundiger Führer aus der Gemeinde Berlin zeigte uns historische und spannende Details der Hauptstadt. Nach der sechsstündigen Führung trafen wir uns zum Abend-Gottesdienst mit der Alt-Katholischen Gemeinde Berlin im Stadtteil Wilmersdorf. Anschließend gab es bei einem “Berliner Spezialitäten-Buffet” Zeit, sich näher kennenzulernen.

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