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eForum #9: „Sterben/Sterbeprozess/Übergang vom Leben in den Tod“

Das eForum findet statt am Samstag, 06.03.2021 von 18:00 bis ca. 19:30 Uhr.
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Wir werden uns zu diesen Themen austauschen:

  • Sterben
  • Sterbeprozess
  • Übergang vom Leben in den Tod

Tauschen wir uns gemeinsam aus zu diesem Thema.

Moderation: Markus Lund

Impulstext:

Sterben/Sterbeprozess/Übergang vom Leben in den Tod

Bei meinen Recherchen zu dieser Thematik bin ich auf einen alten Brauch gestoßen, mit dem ich die Zusammenstellung des Impulstextes starte:

Nach Eintritt des Todes war es lange Zeit üblich für den Verstorbenen im Sterbezimmer eine Kerze zu entzünden und ein Fenster zu öffnen, damit die Seele davon fliegen konnte…

Der Prozess des Sterbens ist die fortschreitende Abnahme der Vitalfunktionen von Herzschlag und Atmung bis hin zum vollständigen Erliegen. Diese Sterbephase kann bis zu 72 Stunden dauern, deshalb spricht man vom allmählichen Hinübergleiten in den Tod, in einen anderen Seinszustand.
Das Wissen über diesen Prozess ist wenig verbreitet, da der Tod an sich immer noch eines der letzten Tabus unserer Gesellschaft ist. Es herrscht irrtümlich die Meinung vor, dass das Sterben an sich ein Prozess großer Schmerzen sei. Wissenschaftlichen Beobachtungen folgend ist dies nicht so. Der Sterbende gleitet allmählich in den Tod hinüber. Zunächst kehrt sich die Wahrnehmung nach innen, der Körper fährt dabei den Stoffwechsel herunter und das Bedürfnis nach Essen verschwindet (später auch das Durstgefühl).

Viele Menschen wünschen sich, in der Stunde des Todes nicht alleine zu sein. Beobachtungen am Sterbebett lassen aber darauf schließen, dass es den Sterbenden leichter fällt sich vom Leben zu lösen, wenn sie alleine sind. Dies könnte damit zusammen hängen, dass nahe Angehörige den Rückzug akzeptieren, den Sterbenden gehen lassen müssen; mitzuteilen, dass es in Ordnung ist, wenn sie/er geht – trotz der Verlustangst und Trauer.

Das „Loslassen“ (auf beiden Seiten/einmal das „Gehen-lassen können“ auf der anderen Seite. Das Loslassen-können scheint eine immense Bedeutung zu haben. Loslassen hat was mit Ent-Bindung, Ablösung, Aufbruch und auch Befreiung zu tun.

„Die Angst vorm Loslassen beinhaltet die Angst vorm freien Fall.“ (Esther Klepgen)

„Loslassen“: Das Verständnis und die Bedeutung sind in unserer Kultur des Festhaltens und Bewirken-Wollens mit Verlust assoziiert und dies löst oft unbewusst Widerstand, Abneigung und Angst aus, weil wir es so gelernt haben, so konditioniert sind.
Wir müssen wieder begreifen, das „Loslassen“ bedeuten kann, sich von den Ketten des Verstandes und des eigenen Egos zu befreien. Vertrauen auf die eigene innere Intuition und sich vom Unter-/Überbewusstsein leiten lassen, den richtigen Weg aufzeigen lassen, seine Angst und sein Ego überwinden und dem Lauf der Dinge zu vertrauen.

  • Wie stehe ich selbst zum „Loslassen“ ? Habe ich Vertrauen…Vertrauen in Gott?
  • Habe ich Furcht/oder Angst vorm Sterben/vorm Sterbeprozess?

Sterbehilfe – ein schwieriges Terrain und viele Fragen:

Wem gehört mein Leben? Gott? Der Gesellschaft? Mir selbst?

Was ist richtig und was ist falsch? (Was ist gut und was ist böse?)

Viele Antwortmöglichkeiten mit gegensätzlichen Aussagen oder Überschneidungen, unterschiedliche Perspektiven, Beurteilungen und Erkenntnissen!

Werden wir diese Fragen beantworten können?

Denken wir an den Baum der Erkenntnis im Paradies – die verbotene Frucht der Erkenntnis! Ist hier nicht ein friedlicher Dissens gleichermaßen abzuwägen? So wie sich die Freiheit und die Liebe sich gegenseitig bedingen, ermöglichen und begrenzen!

Die freie Selbstbestimmung ist ein hoher Wert, der aber auf den Schutz durch die Gemeinschaft angewiesen und daher von einander abhängig ist. Das Gebot Leben zu bejahen, steht dem nicht zwingend entgegen… Leben, was heißt das?

Leben heißt auch Leiden. Obwohl wir nach Glück streben, können wir Leid in jeglicher Form nicht vermeiden. Ist menschliches Leid aber sinnlos? Und das Christentum eine Religion des Leidens?

Glauben hilft Leiden zu ertragen. Leid ist keine Strafe oder Rache. Das Kreuz des eigenen Lebens, sein Leid ertragen, ist unsere Aufgabe. Aber gleichermaßen auch einander in „Liebe“ annehmen, in Solidarität und Menschlichkeit begegnen und in Beziehungen treten; dies bis zum Tod, der uns, so die Hoffnung, Freiheit vom Leid bringt.

In Christus ist Gott ganz Mensch geworden, hat das menschliche Leid ertragen und uns gezeigt, dass wir Hoffnung auf die Auferstehung haben dürfen, weil auch Gottes Sohn gestorben ist, wie wir sterben; weil er begraben worden ist und weil er nicht im Tod geblieben ist. Tödliche Krankheiten und das „Sterben müssen“ stehen uns Mensch bevor und wir können nicht am irdischen Leben festhalten. Es gibt kein gutes Leben vorher, dass daran etwas ändert.

Ebenso kritisch ist die Überzeugung anzusehen, nur das gelten zu lassen, was bisher nach Rechtgläubigkeit als das einzig Wahre galt und alles andere zu verteufeln, was nicht dieser oder der eigenen Überzeugung oder festgelegten, normierten Ansprüchen genügt. Glaube im Sinne der Nachfolge Jesu ist nicht das Erfüllen und Befolgen von Regeln, obwohl dies verlockend ist, weil es Sicherheit verspricht.

Nein, gefragt ist hier aufrichtig und mit ganzem Herzen Jesus und seiner Botschaft zu folgen und in diesem Bemühen die Gottesbeziehung zu suchen. Glauben leben, lebbar zu machen.

Jeder Mensch kommt irgendwann an den Punkt, wo uns unser Versagen, unsere Schuld, Krankheiten und Leid einholen. Oft stellen wir uns dann die Frage unseres Lebens:

Nach dem Woher und Wohin, nach dem Geheimnis unserer Existenz und oft auch: wie stehe ich zu Gott, wie halte ich es mit Gott?

Wir haben dann die Chance, mit Gott in eine Beziehung zu treten und der Botschaft, die Jesus uns brachte, dem Evangelium, einen Platz in unseren Inneren zu geben, zu glauben und im Glauben zu wachsen, sowie diesen Glauben zu bezeugen.

Wenn Gott „die Liebe“ ist, dann ist, in jeder echten Liebe zwischen Menschen, Gott schlicht da.

Soweit ein paar Gedanken für unseren AUSTAUSCH…

Gedanken für unseren AUSTAUSCH zusammengestellt von Markus Lund


IN DER LIEBE AUFGEHOBEN
Wenn Gott dereinst mich nach dem Leben fragt,
werde ich weinen.
Er wird sein Angesicht mir zuwenden.
Kein scheidendes Wort wird über mich herfallen.
Keine Rechnung.
Kein strafender Blick.
Kein Vorwurf.
Er wird mich ansehen in bergendem Schweigen.
Seine Liebe wird brennen.
Und alle meine Wunden werden verglühen.
die erlittenden.
die zugefügten.
„Ich bin es gewesen, Herr.
all das bin ‚ich’ gewesen“
werde ich stottern mit zittriger Stimme,
beschämt und frei.
Ich werde abermals weinen.
Und Gott wird meine Tränen trocknen,
er wird sagen „Komm!“
und mich hineinbitten in sein Herz,
wo ich immer schon war
– und glaubte es nicht.  

aus R. Körner „Warum ich an das ewige Leben glaube“

Ewiges Leben

eForum #8: „Ewiges Leben?“

Das eForum findet statt am Samstag, 06.02.2021 von 18:00 bis ca. 19:30 Uhr.
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Wir werden uns zu diesen Themen austauschen:

  • Ewiges Leben?
  • Leben vor und nach dem Tod?
  • Austausch zu lebenspraktische Erfahrungen:
    • Wie kommt man zum “ewigen Leben”?
    • Sterbehilfe?
    • Glauben und Vertrauen zur Lebenshilfe
Ewiges Leben

Tauschen wir uns gemeinsam aus zu diesem Thema.

Moderation: Markus Lund

Impulstext:

Ewigkeit,ewig = Unendlichkeit,Unvergänglichkeit,Dauer, ohne zeitlichen Anfang und Ende

„Ewiges Leben“ ist ein Begriff der jüdischen und christlichen Theologie, der sich sowohl auf Gott als auch auf den Menschen bezieht. Es ist keine unendliche Verlängerung des irdischen Lebens gemeint, sondern eine Beschreibung eines Lebens, das weder von Schuld noch vom irdischen Tod begrenzt, in der Gemeinschaft mit Gott (in Gottes Reich) erwartet wird…

Bibel NT= Beim Evangelisten Markus (Markus 10,17-25 und Mar 12,24) spielt eine entscheidende Rolle, dass der Mensch sich der „Frohen Botschaft Jesu“ öffnet, um im Reich Gottes ein Leben nach dem Tod zu erlangen… Und der Evangelist Johannes (Joh. 3,16-18) verbindet den Glauben an Jesus eng mit dem „Ewigen Leben“.

Ewiges Leben könnte man als Hoffnung, die uns Jesus verheissen hat, bezeichnen; quasi ein Leben in der unermesslichen, unbegreiflichen Fülle des Erbarmens und der bedingungslosen Liebe; was eigentlich unsere Vorstellung und Fantasie übersteigt (dazu = 1.Kor. 2,9 „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist, was Gott denen bereit hat, die ihn lieben, auf dieses Leben hoffe ich.“)

Wie kommt man zu ewigen Leben? (zum Glauben und Vertrauen?)

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich…“ (Joh.14,6).
Im Glauben und Vertrauen an Jesus und seiner Botschaft; sowie im Bemühen Jesus zu folgen, um Gott kennenzulernen, zu erfahren; auf Gott zu vertrauen, eine Gottesbeziehung aufzubauen und zu glauben.

Sterbehilfe?

Ein schwieriges Terrain: Viele Fragen:

  • Wem gehört mein Leben? Gott? Der Gesellschaft? Mir selbst?
  • Was ist richtig und was ist falsch?
  • Was ist gut und was ist böse?

Viele Antwortmöglichkeiten mit Gegensätzlichen Aussagen oder Überschneidungen, unterschiedliche Perspektiven, Beurteilungen und Erkenntnissen!

Werden wir diese Fragen beantworten können? Denken wir an den Baum der Erkenntnis im Paradies – die verbotene Frucht! Ist hier nicht ein friedlicher Dissens gleichermassen abzuwägen ? So wie sich die Freiheit und die Liebe sich gegenseitig bedingen, ermöglichen und begrenzen!

Die freie Selbstbestimmung ist ein hoher Wert, der aber auf den Schutz durch die Gemeinschaft angewiesen und daher von einander abhängig ist. Das Gebot Leben zu bejahen, steht dem nicht zwingend entgegen… Leben, was heisst das?
Leben heisst auch Leiden. Obwohl wir nach Glück streben, können wir Leid in jeglicher Form nicht vermeiden. Ist menschliches Leid aber sinnlos? Und das Christentum eine Religion des Leidens?

Glauben hilft Leiden zu ertragen. Leid ist keine Strafe oder Rache. Das Kreuz des eigenen Lebens, sein Leid ertragen, ist unsere Aufgabe. Aber gleichermassen auch einander in „Liebe“ annehmen, in Solidarität und Menschlichkeit begegnen und in Beziehungen treten; dies bis zum Tod, der uns, so die Hoffnung, Freiheit vom Leid bringt.

In Christus ist Gott ganz Mensch geworden, hat das menschliche Leid ertragen und uns gezeigt, dass wir Hoffnung auf die Auferstehung haben dürfen, weil auch Gottes Sohn gestorben ist, wie wir sterben; weil er begraben worden ist, wie alle Menschen und weil er nicht im Tod geblieben ist.

Tödliche Krankheiten und das „Sterben müssen“ stehen uns Mensch bevor und wir können nicht am irdischen Leben festhalten. Es gibt kein guten Leben vorher, dass daran etwas ändert.

Ebenso kritisch ist die Überzeugung anzusehen, nur das gelten zu lassen, was bisher nach Rechtgläubigkeit als das einzig Wahre galt und alles andere zu verteufeln, was nicht dieser oder der eigenen Überzeugung oder festgelegten, normierten Ansprüchen genügt. Glaube im Sinne der Nachfolge Jesu ist nicht das Erfüllen und Befolgen von Regeln, obwohl dies verlockend ist, weil es Sicherheit verspricht.

Nein, gefragt ist hier aufrichtig und mit ganzem Herzen Jesus und seiner Botschaft zu folgen und in diesem Bemühen die Gottesbeziehung zu suchen. Glauben leben, lebbar zu machen.

Jeder Mensch kommt irgendwann an den Punkt, wo uns unser Versagen, unsere Schuld, Krankheiten und Leid einholen. Oft stellen wir uns dann die Frage unseres Lebens:
Nach dem “Woher” und “Wohin”, nach dem Geheimnis unserer Existenz und oft auch: “Wie stehe ich; Wie halte ich es mit Gott?”

Wir haben dann die Chance, mit Gott in eine Beziehung zu treten, der Botschaft, die Jesus uns brachte, dem Evangelium, einen Platz in unseren Inneren zu geben, zu glauben und im Glauben zu wachsen, sowie diesen Glauben zu bezeugen.

Wenn Gott „die Liebe“ ist, dann ist in jeder echten Liebe zwischen Menschen, Gott schlicht da.

Gedanken für unseren AUSTAUSCH zusammengestellt von Markus Lund


IN DER LIEBE AUFGEHOBEN
Wenn Gott dereinst mich nach dem Leben fragt,
werde ich weinen.
Er wird sein Angesicht mir zuwenden.
Kein scheidendes Wort wird über mich herfallen.
Keine Rechnung.
Kein strafender Blick.
Kein Vorwurf.
Er wird mich ansehen in bergendem Schweigen.
Seine Liebe wird brennen.
Und alle meine Wunden werden verglühen.
die erlittenden.
die zugefügten.
„Ich bin es gewesen, Herr.
all das bin ‚ich’ gewesen“
werde ich stottern mit zittriger Stimme,
beschämt und frei.
Ich werde abermals weinen.
Und Gott wird meine Tränen trocknen,
er wird sagen „Komm!“
und mich hineinbitten in sein Herz,
wo ich immer schon war
– und glaubte es nicht.  

aus R. Körner „Warum ich an das ewige Leben glaube“

Gemeinschaft der Heiligen (bibelwelt.de)

eForum #7: „Gemeinschaft der Heiligen“

Das eForum findet statt am 02.01.2021 von 18:00 bis 19:30 Uhr.
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Die Gemeinschaft der Heiligen (lateinisch communio sanctorum) bezeichnet im Christentum die spirituelle Gemeinschaft aller Getauften als Glieder der Kirche und Teil des mystischen Leibes Christi. Vor dem eschatologischen Hintergrund des Glaubens an das ewige Leben umfasst diese Gemeinschaft nicht nur die Lebenden auf der Erde, sondern auch die Verstorbenen im Himmel.

Die älteste bekannte Verwendung dieses Ausdruckes für den Glauben an eine mystische Verbindung der Lebenden und der Toten zu einer Gemeinschaft in Christus findet sich in Competentibus ad baptismum instructionis libelli VI („Sechs Bücher zur Unterweisung der Taufbewerber“) von Nicetas von Remesiana aus dem 4. Jahrhundert. Bestätigt wurde dies im Apostolischen Glaubensbekenntnis: „[Ich glaube] an den Heiligen Geist, die heilige katholische (allgemeine) Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden“. Im Bekenntnis von Nicäa ist dieser Ausdruck noch nicht enthalten. Der Begriff findet sich auch bei Augustinus († 430), der in seiner Schrift De civitate Dei die „ganze erlöste Gemeinde“ (redempta civitas) als „Versammlung und Gemeinschaft der Heiligen“ (congregatio societasque sanctorum) bezeichnet.

Gemeinschaft der Heiligen (bibelwelt.de)
bibelwelt.de

Die Gemeinschaft der Heiligen nimmt im Apostolischen Glaubensbekenntnis innerhalb des Absatzes über den Heiligen Geist einen Platz mit direktem Bezug zum Bekenntnis zum Glauben der Kirche ein. Nicht zutreffend ist die häufige Annahme, dass sich die Gemeinschaft der Heiligen auf die Heiliggesprochenen beschränkt.

Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_der_Heiligen

Tauschen wir uns gemeinsam aus zu diesem Thema.

Moderation: Stefan Wedra

Filmbeitrag Suche nach Weite - ORF

Suche nach „Weite“: Vom Benediktinermönch zum Priester der Altkatholischen Kirche

Beitrag im ORF vom 29.11.2020

Aus Protest gegen die dogmatischen Definitionen des Jurisdiktionsprimats – das besagt, dass der Papst als oberster Richter jederzeit in jeder Ortskirche weltweit das letzte Wort hat – und die päpstliche Unfehlbarkeit, die auf dem Ersten Vatikanischen Konzil am 18. Juli 1870 verkündet worden sind, entstanden die altkatholischen Kirchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Jetzt, 150 Jahre später, gibt es in Österreich etwa 9.000 Altkatholikinnen und -katholiken sowie sieben Priesterinnen und 14 Priester. Einer von ihnen ist Christoph Steiner. Der mittlerweile zweifache Familienvater war zwölf Jahre lang in einem Benediktinerkloster, bevor er aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten ist und sich der Altkatholischen Kirche zugewandt hat.

Das „Setting im Kloster“, wie er es nennt, habe sich für ihn nicht mehr „richtig angefühlt“. Er habe einen Schritt in die „größere Weite“ gesucht. Ein Team der „Orientierung“ hat ihn in der altkatholischen Kirche im 20. Wiener Gemeindebezirk besucht.

Beitrag auf der ORF-Webseite (letzter Beitrag auf der Seite):
https://religion.orf.at/tv/stories/3203218/

Kerze - (c)Pixabay

eForum #6: „Warten auf ein Licht – Hoffnung in dieser Zeit“

Das eForum findet statt am 28.11.2020 von 18:00 bis 19:30 Uhr.
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Wenn uns düstere und dunkle Tage im Nebel des nasskalten Wetters erwarten, wird uns mehr denn je bewusst, dass uns die Kraft des Lichts, die Wärme und Geborgenheit fehlt.

Advent, wir warten und bereiten uns vor auf den Erlöser, Jesus Christus. Mit den Riten und Gebräuchen der Adventszeit stimmen wir uns ein, auf das Fest, mit dem wir die Geburt Jesus feiern.

Die Ankunft des Lichts, die uns Liebe und Hoffnung gibt für unseren Weg durchs Leben.

Gerade in der jetzigen Situation werden aber viele vorweihnachtlichen Bräuche, die uns oft jahrzehntelang durchs Leben begleitet haben, verwehrt bleiben. Begegnungen, Kontakte, der Austausch mit anderen wird uns erschwert oder fallen ganz fort.

Doch was bleibt uns? Welche Möglichkeiten haben wir? Wie bereiten wir/wie bereite ich mich selbst auf Weihnachten vor? Was ist mir wichtig, was hilft mir, wenn ich ins Grübeln komme, gar Einsamkeit empfinde oder Nähe und Begegnung schmerzlich vermisse?

Mann vor Kerze (c)Pixabay

„Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Wer nicht die herbe Seligkeit des Wartens, das heisst des Entbehrens in Hoffnung, kennt, der wird nie den ganzen Segen der Erfüllung erfahren…“ Dietrich Bonhoeffer

Tauschen wir uns am Vorabend zum Advent aus, über unsere…

  • Hoffnung,
  • unserer Warten,
  • unsere Erwartungen,
  • unsere Wege in den Advent

…um vielleicht gemeinsam eine Vorbereitung auf das Fest der Weihnacht, auf das Licht zu finden

Markus Lund

betende Klerikale

eForum #5: Klerikalismus

Das eForum findet statt am 31.10.2020 von 18:00 bis 19:30 Uhr.
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Die aktuelle Oktoberausgabe der Altkatholischen Zeitschrift „Christen heute“ in Deutschland hatte das Thema Klerikalismus. Wie sich zeigte, ein durchaus interessantes Thema mit vielen Aspekten.

Klerikalismus bezeichnet u.a. das Bestreben, der Geistlichkeit innerhalb einer Kirche/Religion im Vergleich zu den Laien mehr Gewicht zu geben.

„Der Klerikalismus, sei er nun von den Priestern selbst oder von den Laien gefördert, erzeugt eine Spaltung im Leib der Kirche, die dazu anstiftet und beiträgt, viele der Übel, die wir heute beklagen, weiterlaufen zu lassen.”

Dazu folgende Thesen:
Papst Franziskus sieht u.a. im Klerikalismus „eine kritikwürdige, im Klerus verbreitete Haltung oder Einstellung gegenüber den Laien innerhalb der Kirche.

Der Protestantismus beinhaltete durch seine Lehre von dem „Priestertum aller Gläubigen“ (das sogenannte allgemeine Priestertum), wenn nicht eine Abschaffung des Amtspriestertums, so jedenfalls einen spirituellen Egalitarismus. Die damit verbundene „Lehre vom weltlichen Beruf des Christen“ führte zu einer „theologischen Eigenwürde des Weltlichen und zu einer Entklerikalisierung.

Der Pastoraltheologe Rainer Bucher sagte dazu:“ Klerikalismus beginnt dort, wo ein Priester primär an sich interessiert ist und nicht am Volk Gottes, zu dem er gehört und für das er da ist. […] Ein Teil der Priester entwickelt eine Selbstherrlichkeit und Selbstbezogenheit, um mit eigenen Identitätsproblemen fertig zu werden. Oft führt dies dazu, dass Laien abgewertet und Ämter und Dienste der Kirche gegeneinander ausgespielt werden. […] Man muss dem Klerikalismus entgegentreten, wo man ihn trifft. Ansonsten sollte man sich als Laie von klerikalen Priestern schlicht fernhalten. Das nimmt ihnen den Resonanzraum, den sie so dringend brauchen.”

Bischof Matthias Ring äusserte in einer Predigt zum Priesteramt: „ Eine geistliche ist ein Mensch mit Stärken und Schwächen, die sich durch die Weihe nicht automatisch wandeln. Das geistliche Amt ist keine Rolle, hinter der man sich verstecken kann. Es geht darum, authentisch zu sein und bereit zur Selbsterkenntnis. Nur wer sich mit den dunklen Seiten seines Lebens und seiner Persönlichkeit beschäftigen und aussöhnen kann, kann auch die hellen Seiten zum Leuchten bringen.”

Unsere Fragen für das eForum:

  • Wie sieht es bei uns in der Altkatholischen Kirche aus?
  • Wie erlebe ich die Amtsträger/ Geistlichen?

Die Teilnahmemöglichkeiten via Telefon finden sich hier.

eForum #3 zur Koblenzer Laienadresse 1869

Sie ist ein grundlegendes Papier für die Entwicklung des Alt- bzw. Christkatholizismus und führte dazu, dass ab 1874 das Mitbestimmungsrecht der Laien in unseren Kirchen einzuführen.

Am eForum vom 15.08.2020 tauschen wir uns zu diesem Dokument aus.

Das Dokument zum Download

Leitfragen wären:

  • Wie begründet man den Anspruch der Laien auf Mitbestimmung?
  • Welches Menschenbild steht dahinter?
  • Wie sieht man das Verhältnis von Bischof, Klerus und Laien?
  • Spielen Frauen eine Rolle?
  • Welche Anliegen wurden bis heute in unserer Kirche verwirklicht, auf welche müssen wir eventuell noch warten?

Moderation: Stefan Wedra

eForum #2: “Ja wo leben wir denn?”

Herzlich willkommen zum 2. Treffen des Internationalen Altkatholischen (e)Forums.
Wir sind auf dem Weg.
Bei unserem ersten e-forum am 20. Juni war unser Thema der Weg zum Leben – unsere Angst vor dem Sterben. Unsere Hoffnung auf ewiges Leben.

Dieses Mal machen wir Rast und blicken zurück, woher wir gekommen sind. Wir schauen uns um, wo wir gerade stehen und unter welchen Bedingungen wir leben. Und wir blicken voraus auf den Weg der noch vor uns liegt.

(c) Lukas Hopetzki

Zwei Stunden am Samstag voller Geschichte und Geschichten.

Zur besten „Kaffeezeit” – nachmittags um 3 (15 Uhr) – wollen wir zusammentragen, was uns von unserer Geschichte, der Geschichte unserer Kirche und der Gemeinde, in der wir leben, bekannt ist. Was uns davon wichtig ist und wie und wo dieses Werden in unserem Alltag wichtig ist.

Das soll kein (Geschichts-) Seminar werden, sondern ein Austausch über die Grenzen hinweg; über Grenzen und Möglichkeiten Glauben ganz konkret zu leben. Und zum Schluss können wir einen Blick auf die Zukunft werfen, auf den Weg, der vor uns liegt und wie wir gemeinsam weitergehen können.

Frei nach dem Motto: „Prüft alles, das Gute behaltet!“

In Vorfreude auf unser Wiedersehen und -hören am 18. Juil 2020

Peter Piet Baumgärtner aus Karlsruhe


Moderation: Peter Piet Baumgärtner
Datum/Zeit: Samstag, 18.07.20, 15:00 Uhr

Der Zugangslink zum Konferenzraum lautet:
https://meet.altkatholisches-forum.org/eForumAltkatholischesForum

Neu können Sie sich auch per Telefon einwählen und mitdiskutieren.
Wählen Sie dazu eine der unten aufgeführten lokalen Telefonnummern an und geben anschliessend den PIN 2193 6265 27 ein und schliessen mit “#” ab
(Schweiz: +41615880496, Deutschland: +498938038719).

Zugang eForum Telefonnummern PIN
eForum

Eine Alternative in Zeiten von Corona: eFORUM #1

Eigentlich liefen bereits die Planungen für das Internationale Altkatholische Forum, dass im August 2020 in Rastatt stattfinden sollte, auf Hochtouren. Doch dann kam Covid19 und mit ihm leider das „Aus“ für diese Veranstaltung. Irgendwie wollten wir für das abgesagte Forum in diesem Jahr eine Alternative finden. Als Ersatz kam es zur Idee, nun ein eForum anzubieten, also ein virtuelles Forum auf digitalem Wege. Gestartet wurde zunächst mit vier Terminen (weitere Infos und Termine unter: https://altkatholisches-forum.org/ ).

Unser erster Versuch startete am 20.06. thematisch unter „Leben und Tod, unsere Angst vorm Sterben“ mit dem Bibeltext: Johannes 14, 6 „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. „
Dazu gab es begleitend einen Impulstext mit einem Interpretationsversuch zu dieser Bibelstelle.

EForum

Zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Schweiz, Südtirol und Deutschland klickten am Samstagnachmittag den Link (Der Zugangslink: https://meet.altkatholisches-forum.org/eForumAltkatholischesForum) an und nahmen engagiert, auch mit Chatbeiträgen, am ersten eForum teil. Moderiert tauschten sich die Teilnehmer mit ihren Meinungen, Gedanken, eigenen Erfahrungen und Gefühlen zum Thema aus. Spannend waren die Inhalte, die an – und ausgesprochen wurden und die in ein paar stichpunktartigen Sätzen nun ausschnittsweise folgen:
Es ging u.a. auch um die Zeit vorm Tod; um die Frage nach einem erfülltes Leben; ob ein „leichteres Sterben“ gelingen kann, wenn es einem zuvor im Leben gut erging und sich eine Zufriedenheit eingestellt hat, die beruhigend ausstrahlte; die möglicherweise sogar bedingt, dass keine oder nur eine geringere Angst vorm Sterben bleibt; wie eine Beziehung zu Gott gesucht wird; aber auch profane Regelungen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament, die entlasten können. Bewusst wurde uns, dass wir in einer Zeit leben, in der man den Gedanken ans Sterben, an den Tod eher verdrängt. Beschäftigt hat uns im eForum auch die spirituelle Vorbereitung auf den Tod und das „Danach“; „das ewige Leben“. Auch die Sterbestunde selbst; einen Sterbenden gehen zu lassen; sowie das Loslassen können in der Sterbestunde. Und nach dem irdischen Tod?; …im Glauben sind wir uns sicher, dass es für uns „weitergeht“…
Dabei vergingen die fast zwei Stunden „Videokonferenz“ wie im Flug. Ein erstes eForum, dass die Teilnehmer zusammenbrachte und einen interessanten Austausch bot.

Für die weiteren eFOREN sind alle Interessierte herzlich zur Teilnahme eingeladen. Bitte schalten Sie sich an den entsprechenden Samstagen ab 15:00 Uhr gerne einfach dazu (Link siehe oben). Wir freuen uns, wenn Sie unser Angebot nutzen.
Die nächsten Termine sind Samstag, 15.08. und Samstag, 19.09. jeweils ab 15:00 Uhr.
Weitere Infos siehe unter: https://altkatholisches-forum.org/ ).

VORSCHAU und Ankündigung:
Nächstes Jahr – 2021 – wird wieder ein Internationales Altkatholische Forum stattfinden! Termin und Ort: 08.09.-12.09.2021 – in Breklum in Norddeutschland. Breklum liegt im Bundesland Schleswig Holstein in unmittelbarer Nähe zur Nordsee. Von dort aus sind es wenige Kilometer zur „Insel“ Nordstrand, auf der die Altkatholische Gemeinde Nordstrand im Theresien-Dom ihren Mittelpunkt hat. Zu diesem Forum laden wir bereits heute alle Interessierte herzlich ein.

Markus Lund
Mitglied der Gemeinde Bremen